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09. Februar 2017

Daten für die Regulierung von Isocyanaten

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sind rd. 5 Mio. Beschäftigte in der Euro­päischen Union bei ihrer ­Arbeit Isocyanaten ausgesetzt.

Obwohl es spezifische Schutzmaßnahmen gibt, erkranken schätzungsweise 6 500 Beschäftigte in Europa jährlich an berufsbedingtem Asthma durch Isocyanate, so heißt es. Im Rahmen der europäischen Chemikalienregulierung REACH soll künftig über eine Beschränkung der sichere Umgang mit Isocyanaten durch die Verwender nachgewiesen werden. Für eine sozioökonomische Betrachtung der Maßnahmen, die bei Beschränkungen verpflichtend sind, werden Kostensätze für die Bewertung von Gesundheitsrisiken benötigt. Mit dem Bericht Research on the Cost of Illness for specific occupational diseases caused by isocyanates legt die BAuA Zahlen für die durchschnittlichen jährlichen Krankheitskosten vor. Der Bericht ermittelt die medizinischen Behandlungskosten isocyanatbedingter Lungen- und Haut­erkrankungen. Dabei bezieht er auch indirekte Krankheitskosten, wie sie Produktivitätsausfall bei Arbeitsunfähigkeit verursacht, mit ein. Analysiert wurden Berufskrankheiten (BK)-Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung aus den Jahren 2004 bis 2013. Die BK-Daten sowie die Ergebnisse einer systematischen Literaturrecherche wurden mit verschiedenen Ansätzen auf die 28 Staaten der EU übertragen und ein EU-Mittelwert abgeleitet. Der Bericht kann kostenlos im PDF-Format unter www.baua.de/publikationen heruntergeladen werden.

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