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24. Februar 2020

VDI: Broschüre „Zirkuläre Wertschöpfung“ erschienen

In der neuen Publikation Zirkuläre Wertschöpfung stellt der VDI Verein Deutscher ­Ingenieure e. V. die wichtigsten Handlungsfelder vor, um das Konzept einer breit angelegten zirkulären Wertschöpfung zu realisieren.

(Quelle: VDI)

(Quelle: VDI)

Weltweit herrsche inzwischen das Bewusstsein, dass Werkstoffe nicht endlos aus Primärrohstoffen gewonnen werden können. Trotzdem steige der globale Verbrauch von Materialien weiter an, während die Weiterverwertung nur zu einem verhältnismäßig kleinen Teil stattfinde – bspw. liege sie bei den wichtigen seltenen Erden unter 1 %. Der VDI sieht es als eine Aufgabe der Ingenieur*innen, zirkuläre Wertschöpfungsprozesse zu entwickeln, um den Wert von Materialien zu erhalten. Verwendete Stoffe sollen nach der Gebrauchsphase dem Wertschöpfungskreislauf erneut zugeführt werden.

„Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir nicht nur ein Umdenken im Umgang mit gebrauchten Produkten, sondern auch in der Produktentwicklung und in der Art der Produktnutzung. Produkte müssen so konzipiert werden, dass sie sich nach ihrer Verwendung wieder ökonomisch und ökologisch vorteilhaft in ihre Stoffkomponenten separieren lassen“, sagte Prof. Dr. Heinz F. Voggenreiter, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats im VDI. „Zudem werden geeignete Infrastrukturen und Geschäftsmodelle benötigt, mittels derer diese Stoffe gesammelt, sortenrein oder nach Fraktionen getrennt, und den produzierenden Unternehmen wieder als Rohstoff zur Verfügung gestellt werden.“

Industrie, Wissenschaft, Politik und Verbraucher sind aufgefordert, ihre Verhaltensweisen anzupassen. Für Deutschland lassen sich laut einer Kienbaum-Studie allein in den Sektoren Mobilität, Lebensmittel und Wohnraum durch die Etablierung einer zirkulären Wertschöpfung die Kosten des Rohstoffverbrauchs um bis zu 25 % senken und bis zum Jahr 2050 ein zusätzlicher Wachstumseffekt von bis zu 12 % generieren, so der Verein. Die VDI-Publikation „Zirkuläre Wertschöpfung“ ist kostenfrei abrufbar unter www.vdi.de/publikationen.

www.vdi.de

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