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12. August 2019

PU Magazin Ausgabe 3/2019 ist erschienen!

Wir berichten in dieser Ausgabe über vergangene Messen und Konferenzen wie die Europur & Euro-Moulders-Konferenz in Lissabon und die interzum in Köln. Informieren Sie sich über die Performance der globalen Automobilindustrie und im Vorfeld zur K über Trends und Herausforderungen in der asiatischen Kunststoffbranche.

Ausgewählte technische Artikel:

  • Neue phosphorhaltige Flammschutzmittel für PU-Hartschaumstoffe (Heiko Tebbe, Lanxess Deutschland GmbH, Christopher Simpson, Lanxess Solutions US Inc.)
    Aufgrund der weltweit zunehmenden Sensibilisierung für die Themen Klimawandel und Energieverbrauch ist mit einem wachsenden Interesse an PU-Hartschaum für Dämmstoffe zu rechnen. Im Zuge dieser Entwicklung wird bei diesen Anwendungen im Baubereich auch der Brandschutz stärkere Beachtung finden. Um die gestellten Anforderungen zu erfüllen, werden in PU-Hartschaumstoffen verschiedene Flammschutzmittel eingesetzt. Zu den am häufigsten verwendeten Flammschutzmitteln gehören solche auf Phosphorbasis wie etwa chlorierte Phosphatester oder halogenfreie Verbindungen. In diesem Aufsatz sollen neuartige, von Lanxess entwickelte phosphorhaltige Flammschutzmittel vorgestellt werden. Das Verhalten dieser Produkte in PU-Schaum-Formulierungen wird im Vergleich mit anderen bekannten Flammschutzmitteln dargestellt. Im Rahmen des Vergleichs wird die Wirksamkeit der neuartigen Flammschutzmittel anhand von Brandprüfungen nachgewiesen. Außerdem wird dargelegt, wie sich die Produkte auf Verarbeitung, Stabilität und Schaumeigenschaften auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anforderungen an PU-Hartschaumstoffe mit Hilfe der neuartigen Flammschutzmittel erfüllt werden können.
  • Schwingungsisolierung von Schiffsböden mit Solas-zertifizierten flammhemmenden PU-Werkstoffen (Stefan Kopeinig, Thomas Gamsjäger, Getzner Werkstoffe GmbH)
    Die Anforderungen an den Brandschutz auf Schiffen sind in den letzten Jahren gestiegen. Dies betrifft auch jene Materialien, die zur elastischen Lagerung von Bodenaufbauten in Schiffen und Yachten dienen. Der Polyurethanwerkstoff Sylomer der Getzner Werkstoffe hat sich für die Körperschallentkopplung als weltweiter Standard etabliert. Mit dem flammhemmenden Werkstoff Sylomer Marine hat das Unternehmen den derzeit einzigen PU-Werkstoff entwickelt, der über die notwendige Solas-Zertifizierung verfügt.
  • Neuartige Additive für effizientere Polyisocyanurat-Schäume (Jörg Diendorf, Martin Glos, Jobst Grimminger, Evonik Nutrition & Care GmbH, James Tobias, Evonik Corporation)
    Die Schlagworte Klimaerwärmung und Energieeffizienz bestimmen in den letzten Jahren zunehmend die gesellschaftliche Debatte. Damit einher geht auch ein gesteigertes Interesse an Dämmstoffen und Isoliermaterialien wie Polyurethan-Hartschaum. In der Bauwirtschaft werden insbesondere auf Polyisocyanurat (PIR) basierende Dämmplatten zur Isolierung und als Konstruktionsmaterial eingesetzt, die eine Reihe vorteilhafter Eigenschaften aufweisen: Sie kombinieren ausgezeichnete Isolierung mit geringer Entflammbarkeit, günstigen mechanischen Eigenschaften und einer hohen Langzeitstabilität des Materials, beispielsweise gegen Pilz- oder Bakterienbefall. Typische Anwendungen von Polyisocyanurat-Isolierschaum sind Dächer von gewerblich genutzten Immobilien, Wände in Gewerbe- und Privatgebäuden sowie Gebäudeverkleidungen dekorativer Natur. Der hohe Index, also der Isocyanat-Überschuss bei der Produktion von PIRSchaumstoff, erfordert den Einsatz von speziellen Katalysatoren, die die Trimerisierung fördern und beschleunigen. Die Trimerisierung erhöht die Vernetzung innerhalb des Polymernetzwerks und führt so zu einer Verbesserung der mechanischen Eigenschaften und des Feuerwiderstands. In diesem Artikel werden neue, weiterentwickelte, Octoat-freie Trimerisierungskatalysator-Technologien vorgestellt, die die Reaktionskinetik, Zellstruktur, Haftung, Isolationsleistung und mechanische Eigenschaften verbessern können. Evonik hat eine Gruppe von Trimerisierungskatalysatoren entwickelt, um die erwähnten Charakteristika des Schaums im Vergleich zur bisherigen Standardkatalyse noch weiter zu verbessern. Die Vorteile dieser neuartigen Katalysatoren geben den Schaumherstellern die Möglichkeit, den technologischen Vorsprung des PIR-Schaums auszubauen, indem sie eine hochqualitative Katalyse und überragende Schaumeigenschaften liefern. Dies trägt zu effizienteren Produkten, Produktionsprozessen und letztendlich zu umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Isolationsprodukten bei.
  • Trockene Entformung – Kosteneffektive PU-Bauteile durch permanente Trennschichten (Christian Hopmann, Philipp Surray, Daniel Schneider, Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen, Klaus Vissing, Michael Noeske, Peter Bitomsky, Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM)
    Im Rahmen eines IGF-Kooperationsprojektes am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV), Aachen, und am Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Bremen, wird eine permanente Trennschicht als Alternative für herkömmliche Trennmittel in der Polyurethan (PU)-Verarbeitung untersucht. Zentrale Aspekte sind dabei der Einfluss der Katalyse in den PU-Formulierungen auf das Entformungsverhalten sowie die Übertragung der Technologie auf industrielle Maßstäbe. Mittels Gussversuchen und oberflächennahen Analysen konnte eine zur Trennschicht kompatible Katalysatorklasse bestimmt werden. Für den industriellen Einsatz der Technologie wurden neue Anforderungen an die Prozessführung und Werkzeugauslegung definiert und in einem innovativen Werkzeugkonzept umgesetzt.

Weitere Informationen zur neuen Ausgabe finden Sie unter https://www.gupta-verlag.de/zeitschriften/pu-magazin/03-2019.

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