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10. Dezember 2019

Die GAK 12/2019 ist da!

Die GAK 12/2019 ist da! Wir berichten von der Herbsttagung 2019 des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk), den Merseburger Elastomertagen (elastoMER 2019) und vom Jahresforum 2019 des WIP-Kunststoffe. Die EPDM Gesellschaft für Dach und Fassade mbH blickt anlässlich der ersten Dachdeckung in Europa mit EPDM vor mehr als 50 Jahren auf den langlebigen Werkstoff und die AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe veröffentlicht ihren Marktbericht zu glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) für 2019. Außerdem finden sie in der Dezember-Ausgabe ein Interview mit der neuen Leitung der DKG Regionalgruppe Süd, Dr. Matthias Soddemann und Jörg Stumbaum, und die Position der Arbeitsgemeinschaft und Position des Verband der Mineralfarbenindustrie e. V. (VdMi) zur Einstufung von Titandioxid als „möglicherweise krebserregend“ durch die EU.

Aufsätze gibt es zu folgenden Themen:

  • Künstliche Bewitterung von Polymerwerkstoffen
    (M. Schoßig, K. Reincke, K. Oßwald, B. Langer (Polymer Service GmbH Merseburg, Merseburg)
    Im Rahmen dieses Beitrags werden die prinzipiellen Möglichkeiten einer künstlichen Bewitterung erläutert. Neben einigen theoretischen Aspekten steht insbesondere die experimentelle Realisierung der künstlichen Bewitterung im Vordergrund. Anhand von zwei Praxisbeispielen, einem polymeren Textilmaterial und einem rußgefüllten Naturkautschuk-Vulkanisat, wird die Veränderung der Eigenschaften durch die künstliche Bewitterung beschrieben.
  • Untersuchung und Modellierung des Einflusses der Prozessparameter in der Mastikationsphase auf die Mischungseigenschaften im Innenmischer
    (C. Bakir, M. Facklam, C. Hopmann, A. Limper, M. Kostka, Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen, Aachen)
    Mit diesem Beitrag soll ein grundlegender Ansatz zur Entwicklung von Optimierungsmethoden für die Herstellung von Gummimischungen mit datengetriebenen Modellen erarbeitet werden. Dazu werden Untersuchungen vorgestellt, mit denen die qualitätsbestimmenden Größen der Mastikationsphase (Mooney-Viskosität und Auswurftemperatur) in Abhängigkeit von den Prozessparametern beschreiben werden.
  • Ein Beitrag zum thermoelastischen Kraftzuwachspotenzial – Die Beschreibung des TEKPs durch dynamische Torsionsschwingversuche
    (R. Hornig, U. Klump, ElringKlinger AG, Dettingen/Erms und J. Sunder, Göttfert Werkstoff-Prüfmaschinen GmbH, Buchen/Odenwald)
    Für elastomere Dichtungsprofile kann bei statischer Verpressung bei Raumtemperatur und einer nachfolgenden Erwärmung auf eine deutlich höhere Temperatur ein Dichtkraftzuwachs beobachtet werden. Daraus lässt sich das thermoelastische Kraftzuwachspotenzial (TEKP) ableiten. Seine Ausprägung hängt sehr spezifisch von der jeweiligen Rezepturformulierung der Elastomermischung ab, aber auch von der Auslegung des Dichtungsprofils. Inwieweit der thermodynamisch angeregte Gough-Joule-Effekt unter Druckbelastung dominiert, wird durch eine Masterung, d. h. durch die Einführung des Verhältnisses TEKP zur statischen Vorlast (bei 25 °C), präzisiert. Dieses Verhältnis berücksichtigt das Niveau des Verpressungszustands und steigt mit zunehmender Temperaturdifferenz. Des Weiteren eignet es sich als Bezugspunkt im Vergleich zu anderen Kenngrößen aus alternativen Messverfahren zur Beschreibung des viskoelastischen Verhaltens von chemisch vernetzten Elastomerwerkstoffen. Die eindeutigste Bewertung bei einem Mischungsvergleich erfolgt mit Messwerten aus einer großen Temperaturdifferenz (z. B. von 25 °C auf 150 °C) und gleichzeitig hohen Verpressungszuständen (z. B. 40 % relative Verpressung). Der temperatur- und frequenzabhängige Torsionsschwingversuch eignet sich als ein einfaches und deutlich weniger aufwendiges Verfahren, um an chemisch vernetzten Elastomer-Probenkörpern eine erste schnelle Abschätzung zur Ausprägung des Gough-Joule-Effekts unter Druckbelastung durchzuführen, d. h. ohne das Hinzuziehen von DMA-Messungen. Die Kenngröße „mittlere Relaxationszeit“, abgeleitet aus dem Speicher- und Verlustanteil des komplexen Schubmoduls G´ und G´´ zeigt eine direkte Korrelation zum Verhältniswert zwischen TEKP und statischer Vorlast. Das Maxwell-Grundmodell für viskoelastische Fluide wird mit dem SLS-Modell nach Zener für den Spezialfall „Torsionsschwingversuch“ verglichen. Letzteres 3-Parameter-Ersatzmodell kann für viskoelastische Festkörper herangezogen werden, um mittlere Relaxationszeiten aus den Messergebnissen abzuleiten.

Weitere Informationen zur neuen Ausgabe finden Sie unter https://www.gupta-verlag.de/zeitschriften/gak-gummi-fasern-kunststoffe/12-2019.

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