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26. Februar 2020

PU Magazin Ausgabe 01-02/2020 ist erschienen!

Lesen Sie in dieser Ausgabe z. B. aktuelle Berichte über den Weltautomarkt und E-Mobility, sowie die allgemeine Konjunktur im Jahr 2020. Wir berichten ferner über die letzte internationale FSK-Fachtagung Polyurethane, die in Reutlingen stattfand, und hatten die Gelegenheit mit dem FSK Vorstand über das diesjährige Jubiläum der Fachgruppe zu sprechen.

Ausgewählte technische Artikel:

  • Flammschutz von Polyurethanen
    (B. Schartel, M. Günther, Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM))
    Polyurethane (PU) bilden eine der vielseitigsten Klassen der Polymerwerkstoffe. Kein anderer Kunststoff wird sowohl als Thermoplast, als Elastomer wie auch als Duroplast verarbeitet und eingesetzt. Entsprechend vielfältig sind auch die Anforderungen an den Flammschutz. Je nach Material und Anwendung müssen spezifische Brandnormen erfüllt werden. Der vorliegende Aufsatz gibt einen Überblick über die verfügbaren Ansätze, um durch geeignete Auswahl der Rohstoffe und der Flammschutzmittel diese verschiedensten Anforderungen an das Brandverhalten zu erfüllen.
  • Isocyanat-freie Polyhydroxyurethane für wasserbasierte Beschichtungen
    (M. Schmitt, S. Sheikhmous, C. Schmitz, V. Strehmel, B. Strehmel, Hochschule Niederrhein, S. Gomoll, FEW Chemicals, U. Müller, Wood KPlus)
    Polyhydroxyurethane besitzen das Potenzial, das Portfolio an PU-Beschichtungen und verwandten Anwendungen zu ergänzen. Wir beschreiben ein vielversprechendes Verfahren zur Herstellung von wässrigen isocyanatfreien Urethanpolymeren und deren Verwendung für Beschichtungsanwendungen. Die Synthese der Polyhydroxyurethane in Lösungsmitteln basiert auf einem Ladungsstabilisierungsverfahren, das zu stabilen wässrigen Polyhydroxyurethan-Dispersionen mit einem Feststoffgehalt von bis zu etwa 40 Gew.-% führt. Rohmaterialeigenschaften, Filmbildung und Beschichtungseigenschaften von etwa 0,1 mm dicken Beschichtungen wurden ebenfalls untersucht. Erste Ergebnisse konzentrieren sich auf Holzlacke. Interessanterweise bietet die OH-Gruppe mehrere Möglichkeiten, diesen Rohstoff zu modifizieren, was die Möglichkeiten dieses interessanten Materials in den Beschichtungswissenschaften erweitert.
  • Die Entwicklung maßgeschneiderter Hochdruckmischköpfe für die anspruchsvollsten Anwendungen in der Polyurethanverarbeitung
    (A. Bartolini, G. Molteni, Cannon Afros S.p.A)
    Die Produzenten von Dosierausrüstungen zur Polyurethanverarbeitung stehen durch die aktuelle Marktentwicklung mit rasanten Entwicklungen im Rohmaterialbereich und immer anspruchsvolleren Anforderungen von Herstellern und Verarbeitern vor großen Herausforderungen. Hohe Flexibilität in der industriellen Produktion erfordert Höchstleistung im Bereich der Misch- und Dosiertechnik. Ziel dieses Berichts ist es, die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Hochdruck-Polyurethanvermischung aus der Perspektive der Cannon Gruppe mit der Fachwelt zu teilen.
  • Verhalten von ternären Pentanmischungen in Standard PU/PIR-Schaum
    (H. Böckemeier, Haltermann Carless)
    Mit einem Anteil von mehr als 50 % an allen in der PU- und PIR-Industrie eingesetzten Treibmitteln sind Pentane heute die am häufigsten verwendeten. Haltermann Carless bietet als einziges Unternehmen weltweit alle drei Isomere aus eigener Produktion an. Dabei werden die reinen Pentane und deren binäre Mischungen am meisten verwendet. Mischungen aller drei Isomere werden selten genutzt und sind in der Literatur nicht eingehend beschrieben. Ternäre Mischungen können jedoch Vorteile für die Dämmplattenherstellung haben, die bisher nicht erkannt wurden. Um diese Eigenschaften vergleichen zu können, wurde ein experimenteller Ansatz entworfen, indem eine Standard-PIR-Formulierung mit verschiedenen Pentanen und Mischungen geschäumt wurde. Die Experimente wurden mit einer Design-of-Experiment-Software geplant und ausgewertet.
  • Der alte Plast und das Meer – Teil 1. Fragestellungen und Bemerkungen zum Kunststoffgebrauch und -recycling
    (B. W. Naber)
    Der Einsatz von Kunststoffen wird mittlerweile vor allem als Problem wahrgenommen. Und tatsächlich ist ihr umfassender Einsatz ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können und wollen wir auf Kunststoffe nicht verzichten, denn durch die Vielfalt der Polymere und ihr breites Eigenschaftsspektrum ermöglichen sie Anwendungen, bei denen traditionelle Werkstoffe versagen. Neben ihrem unbestreitbaren Nutzen im täglichen Leben sind sie andererseits Ursache und Inhalt mannigfaltiger Umweltprobleme. Dieser Beitrag setzt sich damit auseinander, was für und was gegen den umfassenden Einsatz von Kunststoffen spricht. Der vorliegende Teil 1 geht auf die Vorteile von Kunststoffen für unsere technisierte Zivilisation ein und zeigt allgemein Möglichkeiten, Grenzen und ökonomische und ökologische Kosten des Recyclings auf. In Teil 2 sollen verschiedene Kunststoffgruppen einzeln betrachtet und auf ihre Recyclingfähigkeit hin untersucht werden. Auch rohstoffliche Verwertung und Verbrennung werden als mögliche End-of-Life-Lösungen angesprochen.

Weitere Informationen zur neuen Ausgabe finden Sie unter https://www.gupta-verlag.de/zeitschriften/pu-magazin/01-2020.

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