11. September 2020

Die GAK Gummi Fasern Kunststoffe 09 2020 ist da!

Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht ausgestanden. Im Gegensatz zum März weiß man aber inzwischen etwas genauer, wie sich das Virus verbreitet und wie man sich davor schützen kann. So ist die Mund-Nasen-Maske mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Je nach Anwendung können Visiere und Schutzschilde Ergänzung oder Alternative zu Mund-Nase-Masken und Atemschutzmasken sein. Wie bei der Produktion der Mund-Nase-Masken, haben viele Unternehmen der Kunststoffindustrie ihre Kompetenzen gebündelt und gemeinsam mit Kooperationspartnern innerhalb kürzester Zeit Gesichtsvisiere entwickelt. Eine Übersicht finden Sie in der aktuellen Ausgabe.

Plastikmüll und die Verschmutzung der Weltmeere sind eine weitere Herausforderung, der sich nicht nur die Branche stellen muss. Im Heft finden Sie eine Übersicht über das EU Paket zur Kreislaufwirtschaft und die EU Kunststoffstrategie. Außerdem finden Sie Konjunkturdaten des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (wdk) zu Altreifen und den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie Informationen zum Jahresrückblick 2019 des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA. Wir berichten, wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Continental in einem gemeinsamen Projekt erstmals eine Kautschuklieferkette lückenlos elektronisch rückverfolgbar machen und sprechen mit Dr. Dirk Kilian von IMCD Deutschland über Strategien des Unternehmens im Umgang mit der Corona-Krise und die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit.

In der Augustausgabe finden Sie folgende Beiträge:

  • Modifikation von Siliconen mit elektrisch leitfähigen Füllstoffen zur Ableitung elektrischer oder elektrostatischer Ladungen
    H. Leicht, E. Kraus, B. Baudrit, T. Hochrein M. Bastian (SKZ – Das Kunststoff-Zentrum)
    M. Langer, A. Klotzbach, A. Wanielik (Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik)
    Ziel der vorgestellten Untersuchungen war die Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit von Siliconen ohne Beeinträchtigung ihrer Elastizität. Es wurden hierzu drei kommerzielle Silicone mit kohlenstoffhaltigen Füllstoffen (Ruß, ein- und mehrwandige Kohlenstoffnanoröhren) mit Füllgraden bis zu 0,50 Gew.-% elektrisch modifiziert. Hierbei musste die hohe Agglomeratfestigkeit, insbesondere der Nanotubes, zunächst durch geeignete Dispergierung überwunden werden, um bei derartig niedrigen Füllgraden eine möglichst hohe Leitfähigkeit im Komposit zu erzielen. Für nanotube-gefüllte Silicone wurde in Abhängigkeit von der Art der Füllstoffe sowie der verwendeten Dispergiermethode (Speedmixer oder Kalander) ein ausgeprägtes strukturviskoses Verhalten mit teilweise signifikantem Viskositätsanstieg für niederviskose Systeme beobachtet, welches auf eine geometrische Perkolation der Füllstoffe hinweist. In den Untersuchungen wurde eine Verringerung des elektrischen Volumenwiderstands um bis zu 17 Größenordnungen erreicht. Durch die Einbringung von Leitruß lässt sich hingegen nur eine sehr geringe Beeinflussung der Viskosität sowie des elektrischen Volumenwiderstandes ermitteln.
  • Das EU Paket zur Kreislaufwirtschaft und die EU-Plastikstrategie Übersicht und Bedeutung für biobasierte Kunststoffe
    L. Dammer, M. Carus (Nova Institut)
    Es gibt wenige politische Initiativen, die in letzter Zeit so viel Aufmerksamkeit erregt haben, wie die kürzlich von der europäischen Kommission beschlossene Einwegplastik Richtlinie (Single-Use Plastics Directive). Häufig wird sie auch als Einwegplastik-Verbot bezeichnet. Dieser Rechtsakt ist allerdings nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen die Europäische Union versucht, den Plastikmüll einzudämmen und die Wirtschaft in Europa in eine Kreislaufwirtschaft zu führen. Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über das EU Paket zur Kreislaufwirtschaft (EU Circular Economy Package) und die EU Kunststoffstrategie (EU Plastics Strategy) und erklärt, welche Bedeutung beide für biobasierte Kunststoffe haben.
  • SCIP – Die neue ECHA-Datenbank für besorgniserregende Stoffe
    B. Kummer (umwelt:kommunikation GmbH)
    SCIP steht für „substances of concern in products“ und ist eine neue Datenbank, die von der Europäischen Chemikalienbehörde (ECHA) eingerichtet und in allen Mitgliedstaaten zugänglich sein wird. Es ist geplant, diese mit zahlreichen Informationen über „bedenkliche Stoffe“ in Produkten zu füttern. Diese Informationen sollen den Entsorgungsunternehmen zur Verfügung stehen, die dann Kenntnis darüber haben werden, in welchen Abfällen besorgniserregende Stoffe sind. Ziel der Datenbank ist letztendlich, solche gefährlichen Stoffe endgültig aus dem Wirtschaftskreislauf auszuschleusen und damit dem EU-Kommissionsziel „Tox-Free-Environment“ ein Stück weit näher zu kommen. Losgehen wird es ab Januar 2021.

Weitere Informationen zur neuen Ausgabe finden Sie unter https://www.gupta-verlag.de/zeitschriften/gak-gummi-fasern-kunststoffe/09-2020.

URL: https://www.gupta-verlag.de/nachrichten/literatur/24497/die-gak-gummi-fasern-kunststoffe-09-2020-ist-da