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20. August 2021

Die GAK 07 08 2021 ist da!

Von handgearbeiteten Polykarbonatfäden las ich neulich staunend in einer Design-Zeitschrift, und ich muss zugeben, dass das meine Vorstellungskraft doch sehr strapaziert hat. Die missglückte Formulierung, mit der dem Material offensichtlich eine besondere Wertigkeit verliehen werden sollte, finde ich allerdings symptomatisch für das schlechte Image, das Kunststoffe nach wie vor haben. Als Hightech-Materialien, die in den verschiedensten Anwendungen die unterschiedlichsten Anforderungen erfüllen, werden sie jedenfalls außerhalb der Branche oft nicht wahrgenommen.

GAK Gummi Fasern Kunststoffe - Ausgabe 07-08/2021

GAK Gummi Fasern Kunststoffe - Ausgabe 07-08/2021

Eher verschämt gibt man zu, dass Kunststoffe im einen oder anderen Bereich von Vorteil sein können, selten jedoch ohne den Hinweis auf Verpackungsmüll, den fossilen Ursprung und den Klimawandel. Was die Kommunikation angeht, ist also für uns „Insider“ noch jede Menge zu tun. Schließlich ist es die Innovationskraft der Kautschuk- und Kunststoffindustrie, die diesen Problemen nachhaltige Lösungen entgegensetzen kann und immer wieder für Verbesserungen sorgt.

Es ist zu hoffen, dass die K 2022 (19. bis 26. Oktober 2022 in Düsseldorf) mit den Schwerpunktthemen Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Klimaschutz auch über die Branche hinaus eine gewisse Strahlkraft entwickelt und sich die Möglichkeit zu einem breiteren Dialog ergibt. Der Bedarf, sich auszutauschen, sei enorm, stellt Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf fest und so wird die K auch 2022 das gesamte Messegelände belegen (S. 296).

Auf Neues aus Forschung und Entwicklung müssen Sie aber nicht bis zur nächsten K warten. Auf Seite 298 zieht Prof. Dr. Gert Heinrich eine Zwischenbilanz zum DFG-Graduiertenkolleg 2430 „Interaktive Faser-Elastomer-Verbunde“ (I-FEV) an der TU Dresden, in dem seit 2018 bereits elf Promotionsprojekte gefördert wurden. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP hat mit einem neuen Verfahren zur Abtrennung der Asche das Recycling von Carbon Black aus Autoreifen optimiert (S. 303) und Dr. Andreas Peine (W. Köpp GmbH & Co. KG) und Jörn Stadtlander (StaRS & Co.) beschreiben, wie Polymerschäume die Reichweite von E-Fahrzeugen erhöhen können (S. 304).

Gilles Meli und Anais Berjeaud von Imerys haben eine Reihe von oberflächenbeschichteten mineralischen Füllstoffen untersucht, die speziell für den Einsatz in Fluorelastomeren entwickelt wurden und diese für Hochleistungsanwendungen fit machen (S. 306).

In unserem Interview auf Seite 296 blickt Frederik Röhrs (Sales Director Elastomers, Nordmann, Rassmann GmbH) aus Sicht eines Distributors auf technische und kommerzielle Herausforderungen, die insbesondere im Jahr 2020 immens waren. Die Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen in Deutschland können auf das von Corona geprägte Jahr 2020 positiv zurückblicken, denn ab Sommer 2020 haben sich Auftragseingänge rasant nach oben entwickelt, wie aus der Bilanz des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA hervorgeht (S. 311). Für den Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) bleiben die mittelbaren Auswirkungen der Covid-Pandemie (noch) öffentlich unbeachtet oder verborgen. Wie sich die Branche im vergangenen Jahr entwickelt hat, ist im Branchenbericht des wdk ab Seite 313 nachzulesen.

Weitere Informationen zur neuen Ausgabe finden Sie unter https://www.gupta-verlag.de/zeitschriften/gak-gummi-fasern-kunststoffe/07-2021.

Viel Spaß beim Lesen!
Christine Rüdiger

 

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