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02. September 2019

Albis: Weiterer Ausbau des Portfolios an nachhaltigen Produkten

K 2019
Albis Plastic Halle 8b Stand A61

Die Hamburger Albis Plastic präsentiert ihr Portfolio an Hochleistungskunststoffen, Compoundlösungen und Masterbatches auf der K 2019. Als einer der führenden Distributeure und Compoundeure von technischen Thermoplasten und thermoplastischen Elastomeren stellt das Hamburger Unternehmen sowohl aktuelle Produkte und Exponate langjähriger Partner wie BASF, Covestro, Ineos Styrolution, Lanxess, LyondellBasell, Eastman und Solvay vor als auch das umfangreiche Sortiment der komplementären Albis Eigenmarken. „Die K ist die größte internationale Branchenmesse und für uns jedes Mal wieder eine tolle Gelegenheit, Kunden, Partner, Kollegen, Medienvertreter und Freunde zu treffen und sich zu vernetzen“, sagt Albis CEO Philip O. Krahn. „Auf unserem Stand zeigen wir branchenübergreifend und zum Anfassen unsere Lösungen und Services. Mit diesem umfassenden Sortiment werden wir unserem Anspruch gerecht, unseren Kunden zu jedem Zeitpunkt die perfekte Lösung für ihre spezifischen Anwendungen liefern zu können.“

Portfolio an Recycling- und biobasierten Produkten ausgebaut

„Unsere Kunden möchten von uns wissen, wie sie ihre Anwendungen grüner und nachhaltiger gestalten können, ohne an Qualität einzubüßen“, sagt CEO Krahn. „Wir haben den Anteil unseres Portfolios an recyclierten und biobasierten Produkten deshalb stark ausgebaut.“ Teil davon sind die Produktfamilien Circulen und Circulen Plus von LyondellBasell. Dabei handelt es sich um biobasiertes Polypropylen und Polyethylen mit niedriger Dichte, basierend auf erneuerbaren Kohlenwasserstoffen, die aus nachhaltigen biobasierten Rohstoffen wie Alt- und Restölen gewonnen werden, so heißt es bei Albis. Die Produkte sind für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen zugelassen. Die post-consumer Recyclingprodukte von Quality Circular Polymers (QCP) gehören zu den bestehenden Moplen PP und Hostalen PE-Produktfamilien von LyondellBasell und sind auf hochwertige Anwendungen ausgerichtet, wie z.B. Kosmetika und Reisekoffer. Während die QCP Produkte überwiegend aus Verpackungen hergestellt werden, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, handelt es sich bei den Produkten von MGG Polymers um PC+ABS, ABS, HIPS und PP-Granulate, die in der Regel aus der Aufbereitung von Elektro- und Elektronikschrott (WEEE) stammen. MBA Polymers UK produziert dagegen post-consumer ABS, PP und HDPE aus der kunststoffreichen Abfallfraktion die im Rahmen der Verwertung von Automobilen anfällt.

Bei Altech Eco handelt es sich um nachhaltige technische Compounds, die bis zu 100 % aus hochwertigen post-industrial Faser- bzw. Polymerrohstoffen bestehen. Mit ihrer Near-to-Prime-Qualität und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis erfüllen sie die hohen Ansprüche in Automotive- und E&E-Anwendungen. Durch die Verwendung von 1 kg Altech Eco lässt sich im Vergleich zu Prime-Material CO2 im Gegenwert von 100 km mit einem modernen Auto der Golf-Klasse einsparen – ein Wert, der den CO2-Fußabdruck der gesamten Wertschöpfungskette eines Produktes extrem reduziert, sagt Albis.

Die Carbonfaser-Compounds der Albis-Tochter Wipag sollen ein weiteres Messe-Highlight sein. Die WIC-PP bzw. WIC-PA Produkte zeichnen sich durch eine extrem hohe Steifigkeit sowie Druck und Zugfestigkeit bei gleichzeitig geringer Dichte aus, wodurch gegenüber hochgefüllten glasfaserverstärkten PA-Typen ein deutlicher Gewichts- und damit Kostenvorteil erreicht wird – ideal für jede Art von Leichtbau. Das Material ist darüber hinaus sehr dimensionsstabil, bietet interessante elektrische Eigenschaften und zeichnet sich durch sehr gute Reib- und Verschleißeigenschaften aus. Quelle für die Fasern sind Beschnitte, die bei der Fertigung von Leichtbauteilen aus Carbonfasern im Bereich der Luftfahrtindustrie, bei Bau von Windanlagen und der Automobilindustrie im großen Maßstab anfallen.

Auch Lanxess bietet Thermoplaste mit Rezyklatanteil an: Durethan Eco ist ein mit 20 % Glasfaser verstärkter und flammwidrig eingestellter Thermoplast mit Rezyklatanteil. Die Polyesterblends der Reihe Pocan Eco enthalten als Blendpartner ein speziell aufbereitetes post-consumer PET. Dies ermöglicht die Herstellung von Premium-Fertigteilen, z. B. im Bereich der Weißen Ware, mit Eigenschaften und Qualität, die sehr nahe am Niveau von Neuware liegen.

BASF Ultramid S Balance zeichnet sich neben hoher Steifigkeit, thermischer Beständigkeit und mechanischer Festigkeit durch eine besonders hohe Chemikalienbeständigkeit und niedrige Feuchtigkeitsaufnahme aus. Bevorzugt wird das Material in Bauteilen mit Medienkontakt verwendet, das Basispolymer wird anteilig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und zählt somit zu den bio-basierten Produkten.

Eastman Treva ist ein weiterer technischer Biokunststoff auf Zellulosebasis, der sowohl hohe Leistung als auch geringe Umweltbelastung bietet. Das Material ist chemisch beständig, formstabil und fließfähig, BPA-frei und soll eine außergewöhnliche Farbtiefe und hohen Glanz für opake Anwendungen ermöglichen. Auch Cellidor ist ein auf Zellulose aus nachhaltigen, natürlichen Rohstoffquellen basierender Kunststoff mit einer sehr guten Farbtiefe und einer hohen Schlagzähigkeit. Das Besondere an diesem Werkstoff-Klassiker sind die besondere Haptik und die Kratzunempfindlichkeit durch “selbstheilende Kräfte”.

Auch der Albis-Partner Tecnaro bietet Compounds auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Diese unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung beim Anteil an nachwachsenden Rohstoffen sowie der industriell kompostierbaren Rohstoffe und finden in verschiedensten Anwendungen ihren Einsatz.

Digitalisierung und Industrie 4.0

Auf welchen Kanälen und mit welchen Technologien kommunizieren wir in Zukunft mit unseren Kunden und Stakeholdern? Wie sehen der Vertrieb, die Logistik und die Produktion der Zukunft aus?
„Die Märkte der Zukunft werden anders funktionieren und unser Anspruch ist es, an der Bugwelle dieser Entwicklungen zu sein und nicht hinterherzulaufen“, sagt CEO Philip O. Krahn. „Deswegen haben wir frühzeitig ein Team Digitalisierung aufgebaut und sind im Rahmen verschiedener Projekte bereits mit unseren Partnern und Kunden in der Testphase.“ „Auch im Bereich digitale Plattformen, Distributionskanäle und Smart Factory sind wir am testen“, sagt Matthias Schulz, Leiter Team Digital Business. „Wichtig für uns ist es dabei, laufend mit unseren Partnern und Kunden im Gespräch zu sein und zielführend und kooperativ zu entwickeln.“

Sicherheit durch Medical Grade Plastics gemäß VDI-Richtlinie

Mit Alcom Med hat Albis sein Produktportfolio um maßgeschneiderte Compounds für Healthcare-Anwendungen wie Medizinprodukte, pharmazeutische Verpackungen und Diagnostik-Anwendungen verstärkt. Die Produkte basieren auf unterschiedlichen Polymeren und umfassen neben Einfärbungen auch eine große Bandbreite an Füllstoffen.

„Wir erleben seit einiger Zeit eine ständig steigende Nachfrage aus der verarbeitenden Industrie nach Compounds, die sowohl regulatorische Anforderungen erfüllen als auch kundenindividuelle Materiallösungen bieten“, sagt Mike Freudenstein, Director Marketing Healthcare bei Albis. „Mit Alcom Med gewährleisten wir unseren Kunden eine Produktion nach strengen Qualitätskriterien und bieten eine enge Projektbegleitung durch unsere erfahrenen Healthcare-Spezialisten an.“

Im Fokus stehen neben den technischen Eigenschaften auch Service-Aspekte wie Rezepturkonstanz, ein dezidiertes Änderungsmanagement und regulatorische Unterstützung, bspw. im Hinblick auf die biologische Bewertung von Materialien.
Diese stehen im Einklang mit der jüngst verabschiedeten Richtlinie VDI 2017, an deren Gestaltung auch Vertreter von Albis beteiligt war. Sie definiert und beschreibt, was unter Medical Grade Plastics zu verstehen ist und welche Eigenschaften und Anforderungen für Kunststoffe maßgeblich sind, um sie für Medizinprodukte einzusetzen. Zudem unterstützt sie Rohstoffhersteller und Produzenten von Kunststoffprodukten dabei, die Konstanz der Rezeptur, Qualität, Biokompatibilität und Liefersicherheit solcher Produkte sicherzustellen.

„Wir sind stolz, Teil der Initiative zu sein. Sie erhöht die Sicherheit von Healthcare-Produkten und hilft, Reklamationen der Anwender zu vermeiden“, sagt Freudenstein.

Neueste Entwicklungen rund um den Healthcare-Sektor werden auf der 5. Albis Healthcare Lounge am 15. Oktober 2019 (10:00-18:00 Uhr, Hotel Melia, Inselstraße 2, Düsseldorf) diskutiert. Auf der Agenda stehen Präsentationen führender Polymerhersteller, Infos zu "Medical Grade Plastics", aktuelle Entwicklungen rund um die Medizinprodukte-Verordnung (MDR) und Wissenswertes über Sterilisation im Gesundheitswesen.

Anmeldung: healthcare@albis.com

www.albis.com

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