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08. Februar 2016

Huntsman Advanced Materials auf der JEC World 2016

JEC World 2016
Huntsman Advanced Materials Halle 6 Stand L31

Huntsman Advanced Materials wird auf der JEC World vom 8. -10. März 2016 in Paris sein Portfolio an Harzsystemen und Klebstoffen der Marke Araldite für die Produktion von Verbundstoffen und Halbfertigteilen vorstellen.

Unter dem Motto „Lösungen für sämtliche Verfahren“ wird das Unternehmen seine Reichweite über die wichtigsten Anwendungsbereiche zeigen, darunter Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Schienenverkehr, Öl und Gas, sowie über Technologien wie Prepreg, schnelle Harz-Injektionsverfahren (Fast RTM), Nasspress-Verfahren, Faserwickelverfahren und Pultrusion. Mithilfe von Touchscreen-Präsentationen wird illustriert, wie Huntsman in den genannten Industrien und Verfahren und involviert ist. Spezifische Beispiele der neuesten Entwicklungen im Unternehmen wie das Dynamic Fluid Compression Moulding (DFCM) werden vorgestellt.

Diese neueste Entwicklung von Huntsman Advanced Materials beinhaltet ein Epoxidharzsystem, mit dem strukturelle Bauteile in Autoklavqualität in weniger als einer Minute hergestellt werden können, so das Unternehmen. Das Verfahren kombiniert laut Angaben ein neues System, welches innerhalb von 30 sec aushärtet und mit einer neuartigen Nasspresstechnik, die Durchlaufzeiten von einer Minute für strukturelle Bauteile ohne weiteres Nachtempern möglich macht. Diese Kombination bietet wichtige Kostenvorteile bei Hochvolumenanwendungen wie sie im Automobilmarkt vorkommen. Zusätzlich bietet das neue Verfahren ein größeres Maß an Designfreiheit, einschließlich bei komplexen Bauteilen, und das bei geringem Abfallaufkommen im Vergleich zu traditionelleren Nasspressmethoden.

Die Einfachheit des neuen Pressverfahrens macht die Hochdruckinjektion überflüssig, in vielen Fällen sogar die Herstellung eines Preforms, womit ein komplexer und teurer Produktionsschritt entfällt. Das neue DFCM-Verfahren reduziert Investitionen in Anlagen und Geräte im Vergleich zu Hochdruck-RTM (HP-RTM), da ein geringerer Forminnendruck eine leichtere Presse erfordert. Einer der wichtigsten Vorteile des neuartigen Verfahrens ist die verbesserte Qualität, bezogen auf den Porengehalt, im Vergleich zum konventionellen Wet-Compression Moulding (WCM). Es ermöglicht eine typische Porosität von unter 1 %, die es mit HP-RTM oder Autoklav-Prepregs vergleichbar macht.

Durch die horizontale “Injektion” kann im DFCM Verfahren laut Angaben ein Faservolumengehalt von > 60 % erreicht werden. Die zurzeit modernste Lösung kommerzieller Epoxide, die bereits bei der Herstellung von hochvolumigen Verbundteilen Verwendung findet, ist das Araldite-System, das bei der Produktion der i-Serie von BMW eingesetzt wird. Dieses System hat eine Aushärtungszeit von 2 min bei 130 °C, was die Durchlaufzeit für das Formpressverfahren auf etwa 2,5 min bringt.

Ein neueres Araldite-Epoxidsystem mit kürzerer Aushärtungszeit ist nicht nur schneller, sondern bietet auch eine höhere Tg und ermöglicht eine robuste Verarbeitung bis zu 150 °C sowie verbesserte mechanische Eigenschaften, so das Unternehmen. Die Kombination dieser Faktoren erzielt eine Aushärtungszeit von nur 30 sec bei 140 °C, was bedeutet, dass ein Pressverfahren mit einer Dauer von nur 1 min ohne Nachtempern des Bauteils möglich ist. Nach dem Aushärten verfügt das Epoxidsystem laut Angaben über eine Zugdehnung von deutlich mehr als 5 % mit einem Tg von 120 °C.

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