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22. November 2017

3D-gedruckte Kleiderkollektion gewinnt „purmundus challenge“

Unter dem Motto „Fusion – 3D-Druck intelligent kombiniert“ fand im Rahmen der formnext am 16. November 2017 zum zweiten Mal die purmundus challenge statt, bei der die Sieger durch eine Jury ausgewählt und feierlich auf der Messe am Stand 3.1-B10 prämiert wurden. Neben den ersten drei Plätzen vergab man einen „Special Mention“ und erstmals einen „Innovation Prize“. Ein Publikumspreis, über den die Besucher der formnext 2017 abstimmten, komplettierte die Preisvergabe.

„The Birth of Venus“ belegt ersten Platz bei der Preisverleihung zur purmundus challenge (Quelle: Mesago/Thomas Klerx)

„The Birth of Venus“ belegt ersten Platz bei der Preisverleihung zur purmundus challenge (Quelle: Mesago/Thomas Klerx)

Den ersten Platz belegte Danit Peleg mit seiner Kleiderkollektion The Birth of Venus, die aus fünf verschiedenen Looks besteht, die mit Hilfe von FilaFlex-Filamenten gedruckt wurden. Laut Peleg inspirierte ihn ein Kleid, das er für die Eröffnungszeremonie der Paralympischen Spiele entworfen hatte. Eines der Kleidungsstücke, eine Bomberjacke, ist das erste vollständig anpassbare und personalisierte 3D-gedruckte Kleidungsstück, das online erworben werden kann.

Der zweite Preis ging an Fluid Morphology, ein additiv gefertigtes, transluzentes und multifunktionales Fassadenelement. Das Projekt wurde unter der Leitung von Moritz Mungenast von der TU München umgesetzt und initiiert. Weitere Beteiligte waren Oliver Tessin, Viktoria Blum, Olga Khuraskina, Luc Morroni und Tobias Gutheil. Das Forschungsprojekt zeige die vorhandenen Potenziale des 3D-Drucks für den Bausektor, so heißt es.

Mit der extern angewendeten Orthese Grashopper AFO gewannen Manuel Opitz, Clemens Rieth und Benjamin Els von Mecuris den dritten Preis. Die Orthese hilft Patienten mit Fußhebeschwäche, wieder eine normale Gangart zurückzuerhalten und kombiniert dabei durch Einsatz der additiven Fertigung eine individuelle anatomische Passform, feste Materialeigenschaften und eine kürzere Herstellungszeit.

Mit der erstmals vergebenen „Special Mention“ wurde Dorothea Lang für ihr Projekt Dynamic Algae ausgezeichnet. Als Material für den 3D-Druck wird hierbei eine aus Makroalgen extrahierte Substanz verwendet. Die damit hergestellten Produkte reagieren auf Feuchtigkeit.

InFoam Printing von Dorothee Clasen, Sascha Praet und Adam Pajonk konnte die Jury im Bereich „Innovation Prize” überzeugen. Eine neuartige Technologie injiziert Strukturen in einen Weichschaum und ermöglicht so die Herstellung „smarter” Schaumteile.

Für den Publikumspreis konnten die Messebesucher unter 45 Einreichungen von Teilnehmern aus England, Frankreich, USA, Israel, Finnland, Italien, Österreich und Deutschland ihren Favoriten auswählen. Dieser ging an Antti Korpi mit seinem 3D-gedrucktem Messergriff Ultimate grip.

www.formnext.de
www.purmundus-challenge.com

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