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22. November 2017

Covestro veröffentlicht Lebenszyklusanalyse zur wasserbasierten PU-Technologie

Laut einer von Covestro veröffentlichten Lebenszyklusanalyse („life-cycle assessment“, LCA) halbiert der Einsatz der wasserbasierten PU-Technologie Insqin den CO2-Fußabdruck bei der Herstellung von PU-Kunstleder im Vergleich zu herkömmlichen, lösemittelbasierten Technologien.

Das relative Treibhauspotenzial, von der Wiege bis zur Fabrik, für eine Fläche von 1 000 m² an wasserbasiertem PU-Kunstleder ist demnach um rd. 45 % niedriger als bei lösemittelbasiertem Material. Laut Covestro bestätigt eine kritische Überprüfung der LCA-Studie durch unabhängige Dritte die Konformität mit den ISO-Standards ISO 14040:2006 und ISO 14044:2006.

Covestro hat eine Lebenszyklusanalyse zur wasserbasierten PU-Technologie Insqin veröffentlicht (Quelle: Covestro)

Covestro hat eine Lebenszyklusanalyse zur wasserbasierten PU-Technologie Insqin veröffentlicht (Quelle: Covestro)

Nick Smith, Covestros globaler Leiter für Textilbeschichtung, sagte: „Die LCA-Studie liefert eine weitere Bestätigung des positiven ökologischen Beitrags von Insqin. Sie veranschaulicht Markenherstellern, dass diese Technologie ihnen dabei helfen kann, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Errungenschaften bei der Reduktion des CO2-Fußabdrucks sind nicht nur wichtig für Mode- und Sportbekleidungsmarken, sondern auch für die Automobil- und Möbelindustrie.“

Laut Covestro liefert die LCA-Studie qualitativ hochwertige Daten zu den ökologischen Vorteilen von wasserbasiertem PU. Außerdem biete die Technologie Arbeitshygiene- und Sicherheitsvorteile, die insgesamt Kunden die Möglichkeit geben, bewusstere Entscheidungen zur PU-Materialbeschaffung zu treffen.

In der Studie wurde eine umfassende Auswahl an Parametern berücksichtigt, um den ökologischen Beitrag von wasserbasiertem PU – von der Rohmaterialgewinnung bis hin zur Herstellung beschichteter Materialien – mit der Leistung herkömmlicher PU-Technologien zu vergleichen, die auf das Lösemittel Dimethylformamid (DMF) zurückgreifen.

Laut der LCA-Studie haben 1 000 m2 des mit Insqin hergestellten PU-Kunstleders ein relatives Treibhauspotenzial von 6 900 kg CO2-Äquivalent, während es bei lösemittelbasiertem Material 12 700 kg CO2-Äquivalent wären. Wie signifikant die Auswirkungen dieser Reduzierung sind, zeigt laut Unternehmen folgendes Beispiel: Würde die gesamte Textilindustrie zu Covestros wasserbasierter PU-Technologie wechseln, dann entspräche die daraus folgende Treibhausgasreduktion dem Äquivalent an CO2-Emissionen aller Autos, die heutzutage auf den Straßen von Beijing – oder von London, Hong Kong und Los Angeles zusammengenommen – fahren.

Während Insqin einen wesentlich geringeren CO2-Fußabdruck hat als lösemittelbasierte Vergleichsmaterialien, zeigte die Studie, dass 85 % der Senkung des globalen Treibhauspotenzials auf den geringeren Energieverbrauch des Transferbeschichtungsprozesses zurückzuführen ist, der durch das wasserbasierte PU ermöglicht wird und den konventionellen Koagulationsprozess ersetzen könnte. Der wahre Nutzen der Insqin-Technologie liegt also in den Prozessen, die durch sie ermöglicht werden, so Covestro.

Die Nutzung von Insqin zur Beschichtung von Textilien mit PU habe zudem das Potenzial, die Versauerung in unserem Wasser und unserem Boden im Vergleich zu herkömmlichen Technologien um 20 % zu reduzieren. Einer vorangegangenen, internen Covestro-Studie nach benötigt die Herstellung von PU-Kunstleder mit Insqin 95 % weniger Prozesswasser als die Herstellung mit konventionellem PU. Die so erreichten Wassereinsparungen können einen sozialen Beitrag in wasserarmen Herstellungsländern leisten. Würde die gesamte Textilindustrie zu Insqin wechseln, könnte genug Wasser gespart werden, um die tägliche Wassernutzung von fast 340 000 Menschen in China abzudecken, so heißt es.

Dr. Lydia Simon, globale Nachhaltigkeitsbeauftragte für Lacke, Klebstoffe und Spezialprodukte bei Covestro, sagte: „Das Denken in Lebenszyklen ist entscheidend, wenn wir die Herausforderungen der Zukunft nachhaltig überwinden wollen. Lebenszyklus-Studien helfen dabei, das Potenzial unserer Technologien zur Reduzierung von Umwelteinflüssen zu quantifizieren, und sind somit der Beleg für nachhaltigere Lösungen.“

www.covestro.com

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