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19. Dezember 2017

Engel zieht positive Bilanz nach med.con 2017

Mehr als 50 Medical-Experten diskutierten über aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Medizintechnik auf der Medizintechnikkonferenz med.con, die Ende November 2017 bei Engel Deutschland in Hannover stattfand. Am Rande der Vorträge und Live-Demonstrationen bekamen die Gäste einen Einblick in die modernisierten Räume und das neue interaktive Technologiezentrum der Niederlassung, die im Mai 2017 nach einem Umbau neu eröffnet wurde.

Engel präsentierte auf der med.con die Herstellung von Interdentalreinigern (Quelle: Engel)

Engel präsentierte auf der med.con die Herstellung von Interdentalreinigern (Quelle: Engel)

„Die Engel med.con hat sich als Netzwerktreffen für die Kunststoffverarbeiter in der Medizintechnik etabliert; das hat die jüngste Ausgabe der Veranstaltungsreihe einmal mehr bestätigt“, sagte Christopher Vitz, Geschäftsführer von Engel Deutschland am Standort Hannover. Nicht nur aus dem Vertriebsgebiet der Niederlassung, sondern auch den angrenzenden Regionen lockte das Programm Medizintechnikexperten nach Hannover. „Unsere Kunden und Partner nutzen diese Plattform, um sich über Trends sowie innovative Produkte und Verfahren zu informieren und auszutauschen“, bestätigte Christoph Lhota, Leiter der Business Unit Medical von Engel. „Die Rückmeldungen der Teilnehmer sind sehr gut, vor allem weil sich viele Anregungen unmittelbar in der Praxis umsetzen lassen.“

In den Vorträgen ging es um Anforderungen und Trends, innovative Produkte, die Chancen der Digitalisierung und um integrierte Systemlösungen, denn gerade die enge Zusammenarbeit aller Unternehmen schon in einem frühen Projektstadium erweist sich immer öfter als Erfolgsfaktor. Nur wenn von Beginn an vom Rohmaterial über das Werkzeug, die Spritzgießmaschine, Automatisierung und Peripherie bis hin zur Verarbeitungstechnologie alle Komponenten exakt aufeinander abgestimmt werden, lassen sich Qualitäts- und Effizienzpotenziale vollständig ausschöpfen und gegebenenfalls noch Anpassungen am Produktdesign vornehmen – dies machten die präsentierten Beispiele anschaulich deutlich. So konnte beispielsweise in einem aktuellen Projekt die Anzahl der Kunststoffkomponenten eines Inhalers gegenüber dem ursprünglichen Designentwurf reduziert werden, was mehrere Arbeitsschritte und Werkzeuge einsparte und damit die Projektkosten erheblich senkte.

inject 4.0 nimmt im interaktiven Technologiezentrum von Engel einen festen Themenschwerpunkt ein (Quelle: Engel)

inject 4.0 nimmt im interaktiven Technologiezentrum von Engel einen festen Themenschwerpunkt ein (Quelle: Engel)

Um aus einer Hand auf die Anforderungen der Verarbeiter individuell zugeschnittene Systemlösungen zu liefern, arbeitet Engel eng mit Partnerunternehmen zusammen, von denen einige als Referenten mit von der Partie waren, darunter IGS Gebo Jagema aus den Niederlanden und Hekuma aus Eching in Deutschland. Prof. Dr. Thomas Seul, Prorektor Forschung und Transfer der Hochschule Schmalkalden und Präsident des Verbands der Deutschen Werkzeug- und Formenbauer VDWF eröffnete mit seinem Impulsvortrag die Konferenz, und für den starken Praxisbezug sorgte Dr. Jochen Heinz von Transcoject mit seinem Erfahrungsbericht. In Neumünster produziert das Familienunternehmen pharmazeutische Packmittel und Applikationssysteme für die Human-, Dental- und Veterinärmedizin, darunter besonders anspruchsvolle vorfüllbare Spritzen aus zyklischen Polyolefinen.

Ein Highlight der med.con 2017 war die Live-Produktion von Interdentalreinigern in einer hochintegrierten und vollautomatisierten Fertigungszelle. Die Technologie der Systempartner Engel, Hekuma und Hack Formenbau produziert Interdentalbürsten mit bis zu 500 Borsten im Einkomponentenspritzguss in einem einzigen Arbeitsschritt, prüft diese inline und verpackt sie verkaufsfertig.

Bei einem Gesamtschussgewicht von nur 1,93 g acht Kavitäten mit filigranen Strukturen vollständig zu füllen, stellt hohe Anforderungen an die Präzision und Prozesskonstanz, so das Unternehmen. Die vollelektrische Antriebstechnik der Engel e-motion-Spritzgießmaschine leistet hierzu einen Beitrag. Um zusätzlich Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial auszugleichen, kommen intelligente Assistenzsysteme aus dem inject 4.0-Programm von Engel um Einsatz. Die Teilnehmer der med.con konnten am Display der Maschine live verfolgen, wie z. B. iQ weight control sowohl den Umschaltpunkt als auch das Einspritzprofil und den Nachdruck Schuss für Schuss automatisch an die aktuellen Bedingungen anpasst und damit Ausschuss proaktiv verhindert. „Industrie 4.0 ermöglicht es uns, die Fertigung noch stabiler, sicherer und planbarer zu machen“, betonte Christoph Lhota. „Gerade für die Medizintechnik eröffnen sich hier sehr große Chancen.“ Unter dem Oberbegriff inject 4.0 bietet Engel eine Reihe an Softwareprodukten und Dienstleistungen für die Digitalisierung und Vernetzung der Fertigungsprozesse an. Die Teilnehmer der med.con zeigten großes Interesse an den neuen Möglichkeiten, denn für viele Unternehmen ist das Thema Industrie 4.0 noch Neuland.

Laut Engel bildet das Thema inject 4.0 einen festen Schwerpunkt im neuen interaktiven Technologiezentrum in Hannover. „Wir laden unsere Kunden ein, die inject 4.0-Produkte hier in unserer Niederlassung auch unabhängig von Veranstaltungen und Seminaren live zu erleben und selbst auszuprobieren“, sagte Christopher Vitz. „Seit der Neueröffnung unseres Standorts haben wir fast täglich Gäste im Haus. Das Technikum ist jetzt groß genug für unterschiedliche Maschinentypen und Roboter, so dass wir allen Kunden ein jeweils passende Demonstrationsumfeld bieten können.“ Das Technikum sowie der Veranstaltungs- und Seminarbereich profitieren von der zusätzlichen Nutzfläche in Hannover, so Engel. Mit der Erweiterung des Standorts sei man für die zukünftigen Anforderungen seiner Kunden und das weitere Wachstum im deutschen Markt gerüstet.

www.engel.at

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