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31. Januar 2018

Polymere aus Bor

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein Projekt zur Erforschung von Polymeren aus Bor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Erwartet wird, dass sich so Polymere mit neuen Eigenschaften herstellen lassen.

An der JMU will das Team um Chemieprofessor Holger Braunschweig Polymere herstellen, die aus einer Kette von Bor-Atomen bestehen. Erwartet wird, dass die Bor-Polymere unter anderem eine vielfach höhere elektrische Leitfähigkeit als Polymere auf Basis von Kohlenstoff oder Silizium haben und sich in der Elektronik einsetzen lassen. Die DFG fördert das Vorhaben mit rd. 1,5 Mio. EUR aus dem Reinhart-Koselleck-Programm. In dieser Förderlinie werden besonders innovative und risikoreiche Projekte unterstützt.

Mit dem Geld will Braunschweig nun effiziente Synthesestrategien für Bor-Polymere entwickeln. Dabei gilt es v. a. zu verhindern, dass sich die Bor-Ketten in sich selbst verknäueln – denn genau dazu neigt das Element Bor ganz besonders. Das Forschungsteam hat fünf Strategien erarbeitet, mit denen sich das Ziel erreichen lassen könnte.

Im Reinhard-Koselleck-Programm fördert die DFG ausschließlich Personen, die herausragende wissenschaftliche Leistungen vorweisen können. Braunschweig gilt weltweit als Experte für das Element Bor. Er hat schon einige grundlegende Durchbrüche erreicht – u. a. wurde in seinem Labor erstmals eine chemische Dreifachbindung zwischen Bor-Atomen realisiert.

Für seine Arbeit wurde Braunschweig von der Europäischen Union schon mit zwei ERC Advanced Grants in Höhe von jeweils 2,5 Mio. EUR ausgezeichnet. 2009 bekam er außerdem einen der Leibniz-Preise der DFG, ebenfalls dotiert mit 2,5 Mio. EUR.

www.uni-wuerzburg.de

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