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06. März 2018

Zukunftsfeld Elektromobilität

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid startet im März 2018 das Verbundprojekt Elektromobilität. Primäres Ziel des Projektes ist es, insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Kunststoff-Industrie Chancen aufzuzeigen, die im Zuge der Veränderungen durch Elektromobilität entstehen.

Hierzu sollen die Projektteilnehmer die Funktionsweise und Baugruppen eines elektrischen Antriebstrangs kennenlernen. Konkret sollen Funktions- und Baugruppen identifiziert werden, die beispielsweise mit den heute vorhandenen Spritzgießprozessen fertigbar wären. Darüber hinaus soll das Projekt zum Networking beitragen.

Um die individuelle Mobilität von fossilen Kraftstoffen und lokalen Emissionen zu entkoppeln, werden Elektrofahrzeuge für den Massenmarkt entwickelt. Deutschland mit seiner starken Automobilindustrie will Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität werden. Daher ist die Auseinandersetzung mit den möglichen Konsequenzen für das eigene Unternehmen unbedingt erforderlich.

Dem Verband der Automobilindustrie zufolge hängen in Deutschland über 600 000 Arbeitsplätze direkt an der Verbrennertechnik, was etwa 13 % der industriellen Wertschöpfung Deutschlands entspricht. Der Schritt hin zur Elektromobilität bedeutet eine massive Veränderung des Antriebsstrangs. Bei den heutigen Zulieferern in diesem Bereich wird sich das in einer Veränderung des Portfolios, dem Entfall von Baugruppen und hinzukommenden Baugruppen widerspiegeln.

Dabei ist einerseits zu klären, welche der neuen Komponenten eventuell auch mit den vorhandenen Verfahren, wie dem Spritzgießverfahren hergestellt werden können. Andererseits geht es auch um neue Werkstoffkombinationen, die beispielsweise in Hybridbauteilen zum Einsatz kommen.

Das Verbundprojekt gliedert sich in vier Arbeitspakete:

Arbeitspaket 1: Projektgrundlagen:

  • Vergleich der Antriebskonzepte
  • Aufbau und Funktion des Antriebsstrangs
  • Baugruppenfunktionalität und Materialität
  • Veränderungen für KMUs

Arbeitspaket 2: Zerlegung des Antriebsstrangs in seine Baugruppen und Komponenten

  • Konventionelle Herstellungsverfahren
  • Alternative Herstellungsverfahren
  • Verwendete Materialien
  • Alternative Materialien

Arbeitspaket 3: Ermittlung von neuen Betätigungsfeldern für KMU

  • Priorisierung von Baugruppen/Komponenten hinsichtlich ihrer Substituierbarkeit
  • Technologierecherche

Arbeitspaket 4: Analyse der Arbeitsinhalte der betreffenden Baugruppen/Komponenten und Abgleich mit den vorhandenen Fertigungstechnologien

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid mit anerkannter Expertise im Bereich der Kunststoff-Verarbeitung wird im Rahmen dieses Projekts von einem starken Partner unterstützt. Es handelt sich hierbei um die Auktora GmbH aus Bochum, die sich seit einigen Jahren einer agilen Produktentwicklung im Zusammenhang mit der Elektromobilität verschrieben hat. Dies macht deutlich, dass es zukünftig seitens der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auch darauf ankommen wird, Innovationen anzubieten und Entwicklungspartnerschaften einzugehen.

Projektdaten

Projektname: Elektromobilität
Projektstart: März 2018
Projektlaufzeit: 9 Monate
Projektkosten: 5 800 EUR
Quereinstieg auch nach Projektstart jederzeit möglich

www.kunststoff-institut.de

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