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12. Oktober 2018

BASF: PU-Elastomere und TPU für mehr Fahrkomfort

Fakuma 2018
BASF Halle B4 Stand B4-4306

Auf der Fakuma 2018 präsentiert die BASF ihre neuen Entwicklungen und eine Vielzahl von Produkten aus ihrem umfangreichen Portfolio.

Um Automobilherstellern eine optimale Kombination aus Leichtbau, angenehmer Akustik und Schwingungsdämpfung zu ermöglichen, bietet BASF NVH-Lösungen (Noise, Vibration, Harshness) aus dem mikrozelligen Polyurethan-Elastomer Cellasto sowie dem hochglasfaserverstärkten Polyamid Ultramid und dem thermoplastischen Polyurethan (TPU) Elastollan an. Daraus ergeben sich leistungsfähige Werkstoffkombinationen für Dämpferlager, Federauflagen und weitere Fahrwerkskomponenten.

Die guten mechanischen Eigenschaften von Elastollan sowie seine hohe Beständigkeit gegen Fette und Öle machen das TPU zum idealen Partner im Bereich der E-Mobilität, so BASF. Aufgrund ihrer Flexibilität und UV-Beständigkeit eignen sich mehrere Elastollan-Typen der 1100- und 1100 FHF/FR-Reihen auf Polyetherpolyolbasis für den Einsatz in Ummantelungen bei Ladekabeln (Zertifizierung nach ISO 6722 – Klasse C und Klasse D), sei es für das mobile Laden aus dem Kofferraum heraus oder an der Ladestation. Darüber hinaus bieten die halogenfrei flammgeschützten Elastollan-Typen den Kunden gute Verarbeitungseigenschaften und eine konstant hohe Qualität, so das Unternehmen.

Darüber hinaus bietet das aliphatische Elastollan-Portfolio der Produktreihen L 700 und L 1200 gute optische Eigenschaften sowie eine hohe mechanische Belastbarkeit. Wenn es wie beim Pkw-Steinschlagschutz oder Erosionsschutz für Windkraftanlagen darauf ankommt, empfindliche Oberflächen vor Schäden zu bewahren, empfiehlt das Unternehmen den Einsatz von Folien aus Elastollan. Zudem eignen sich diese Materialien mit einer Kombination aus glasklarer Transparenz, langfristiger UV-Beständigkeit und starker Mechanik auch für andere anspruchsvolle Anwendungen, z. B. TPU-Laminatfolien in Hochsicherheitsglas für Fahrzeuge und Gebäude.

Auf der Fakuma 2018 zeigt BASF eine Vielzahl an neuen Produkten und Innovationen. (Quelle: BASF)

Auf der Fakuma 2018 zeigt BASF eine Vielzahl an neuen Produkten und Innovationen. (Quelle: BASF)

Im Jahr 2013 kam Infinergy expandiertes thermoplastisches Polyurethan (E-TPU) erstmals im adidas Energy Boost Schuh zum Einsatz. Heute findet das Material auch in anderen Sportanwendungen Verwendung. Auf dem BASF-Stand wird das Produkt nicht nur in den adidas-Schuhen, sondern auch in Anwendungen wie Fahrradsätteln, Fahrradreifen, Laufbändern und anderen Sportgeräten gezeigt. Laut BASF eignet sich der geschlossenzellige Partikelschaumstoff durch seine vielseitigen Eigenschaften für diverse Sportanwendungen. Er dämpft und federt zugleich und ist daher optimal für Sportarten, die die Gelenke stark beanspruchen. Der hohe Reboundeffekt wird durch die spezielle Luftzellenstruktur aus verschweißten Schaumperlen erreicht. Infinergy ist zudem leicht und elastisch. Damit ermögliche das E-TPU völlig neue Anwendungsgebiete innerhalb sowie außerhalb des Sportsektors, so BASF.

Daneben bietet BASF eine Vielzahl von Additivlösungen an, darunter Antioxidantien und Lichtstabilisatoren sowie Flammschutzmittel und Polymermodifikatoren, die die Funktionalität und Haltbarkeit von Kunststoffen verbessern. Ein Beispiel ist Irgastab PUR 70, ein Anti-Scorch-Additiv für PU-Weichschaumstoffe, das thermisch-oxidative Abbaureaktionen verhindern und Emissionen auf sehr niedrige Werte reduzieren kann. Die damit hergestellten Schaumstoffe können für verschiedene Fahrzeuginnenraumanwendungen eingesetzt werden, einschließlich textiler Verkleidungen und Formschaumsitze. OEMs und Zulieferer können damit die immer strenger werdenden Anforderungen an die Emissions- und Geruchsbelastung im Fahrzeuginnenraum erfüllen, so BASF.

Weitere Produkte, die auf der Messe vorgestellt werden, sind das Polyamid Ultramid Deep Gloss, das nun auch in verschiedenen Farben angeboten wird, das hydrolysebeständige Polybutylenterephthalat Ultradur HR und das Polyamid Ultramid EQ für sensible elektronische Anwendungen, die neue Ultradur-Type B4340ZG3 mit besonderen elektrischen Eigenschaften zur Herstellung von bruchsicheren Steckverbindern, das biobasierte Copolyamid Ultramid Flex F38 für weiche Verpackungen, verschiedene Typen des Polyarylsulfons Ultrason, z. B. für Haushalts-, Automobil- und Bauanwendungen und das Polyethersulfon Ultrason Dimension E 0510 G9 für Anwendungen, die eine hohe Steifigkeit und gute Fließfähigkeit erfordern.

Erstmals seit Ultramid Advanced N präsentiert die BASF auf der Fakuma ein weiteres Polyphthalamid (PPA): Ultramid Advanced T1000 - eine neue Gruppe von Compounds auf Basis von PA 6T/6I. Innerhalb der Ultramid-Familie ist Ultramid Advanced T1000 die Produktgruppe mit der höchsten Festigkeit, Steifigkeit und mit konstanten mechanischen Eigenschaften bei Temperaturen von bis zu 120 °C.

Aula heißt das neueste Stuhlmodell von Wilkhahn. Der Vollkunststoffrahmen und die Armlehnen sind aus dem oberflächenoptimierten Ultramid SI gefertigt. Die Simulationskompetenz der BASF (Ultrasim) trug dazu bei, dass jeder Teil des Stuhlrahmens aus dem Material gefertigt werden konnte und somit ein Stahlkern nicht erforderlich war. Dies führte zu einer neuen Gewichtsklasse. Mit nur 6 kg, oder 6,7 kg in der Ausführung mit Armlehnen, ist der Aula ein Leichtgewicht.

Mit ihrem Masterbatch für die Regranulatüberfärbung präsentiert die BASF Color Solutions Germany GmbH auch in diesem Jahr Produkte zur Stärkung des Nachhaltigkeitsgedankens. Dazu werden die beiden Varianten „Einfärbung von Naturkunststoff“ und „Einfärbung rezyklierten Materials“ als gleichwertige Alternativen vorgestellt. Die Varianten werden eingebettet in Kunstrasen präsentiert, der mit den Produktlinien Lufilen und Sicolen eingefärbt und von Beens Grass-Yarns B.V. hergestellt wurde. Durch die Möglichkeit, Recyclingmaterial einzufärben, werde die stoffliche Materialverwertung in der Kreislaufwirtschaft gestärkt, so das Unternehmen. Selbst die Überfärbung von bis zu 100 % Rezyklatanteil sei möglich, da die farbstarken Sicolen-Masterbatche mit Hilfe spezieller Additive typische Herausforderungen der Rezyklateinfärbung meistern. Beispiele hierfür sind Getränkekisten und Mülltonnen, die dadurch das Logo „Blauer Engel“ erhalten können.

www.basf.com

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