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Für das Mikrospritzguss-Duckbill-Ventil wurden der Herstellungsprozess und die Automation neu definiert.

28. Dezember 2018

Neue Mikrospritzguss-Anwendung von Rico

Speziell für den Medizinbereich produziert der österreichische Werkzeugbauer und Siliconspritzgießer Rico bereits zahlreiche Mikrospritzgussteile in Serie, sowohl aus LSR, als auch in der Mehrkomponententechnologie. Auf der Fakuma 2018 stellte das Unternehmen eine neue Anwendung, ein Duckbill-Ventil aus Flüssigsilicon, vor.

 

In Zusammenarbeit mit Arburg wurde die Produktion des Ventils, welches ebenso vor allem in der Life Science Branche Anwendung findet, entwickelt. In der Fertigungszelle wurde auf einer vollelektrischen Spritzgussmaschine von Arburg, einer Allrounder 270 A mit einer Schließkraft von 350 kN, produziert. Diese war mit einer Mikro­spritzeinheit der Größe 5 und einem 4-fach Werkzeug von Rico ausgestattet. Beim Spritzvorgang wurde mit einem Nadelverschluss Mini direkt angespritzt und abfallfrei produziert.

Das Flüssigsilikon Elastosil LR5040 mit einer Shore A-Härte von 50 wurde beim Produktionsvorgang über eine Kartusche vorgemischt und anschließend mit einer 8 mm-Schnecke eingespritzt. Nach dem Spritzgießvorgang erfolgte eine automatisierte Entnahme und anschließende Weitergabe zum Stanzvorgang. Nur durch das verwendete temperfreie Material war automatisches In-Line-Slitting ohne Nachbearbeitung möglich. Die Bauteile wurden daraufhin nestsepariert abgelegt.

Eine Kamera überprüfte während des Prozesses, ob die Teile vollständig ausgespritzt wurden und ob alle Teile vom Greifer aus dem Werkzeug entfernt waren. Diese Prüfung schützte das Spritzgusswerkzeug vor Beschädigungen und stellte die entnommene Teileanzahl sicher. Zusätzlich konnten Deformationen an einzelnen Bauteilen erkannt und sicher von den Gutteilen getrennt werden. Das Schlitzventil wurde in einer Zykluszeit von ca. 20 s produziert. Bei einem Volumen von 0,034 cm3 und einem Durchmesser von 5,5 mm wog das fertige Bauteil 0,038 g.

www.rico.at

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