01. März 2019

Kieselsäure für "grüne" Lkw- und Busreifen

„Grüne“ Reifen haben sich bereits bei Pkw als ressourcenschonend erwiesen. Evonik hat nun die Kieselsäure Ultrasil 9100 GR entwickelt, die sich besonders gut für die Anwendung in Lkw- und Busreifen (TBR) eignet. Im Gegensatz zu Pkw-Reifen kommt hier vorwiegend Naturkautschuk zum Einsatz, der an die Kieselsäure in Kombination mit dem Silan besondere Anforderungen stellt.

Mit der Silica/Silan-Technologie von Evonik sollen sich bis zu 8 % Kraftstoff einsparen lassen. Dies sei insbesondere bei Bussen und Lkws mit hoher Kilometerleistung ein wichtiger Kostenfaktor und ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der Umwelt, so das Unternehmen.

„Damit leistet die Silica/Silan-Technologie gerade auch beim Einsatz in grünen Reifen für Busse und Lkws, die hohe Verbrauchswerte aufweisen, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz“, so Dr. Jens Kiesewetter, Leiter der Anwendungstechnik Rubber Silica. „Und das schon im Vorgriff auf die gerade erzielte Vereinbarung der EU zu den Zielen der CO2-Reduktion für Lastwagen.“ Gleichzeitig wird der Bremsweg verkürzt, was zu höherer Fahrsicherheit, z. B. bei nasser oder verschneiter Straße, führt.

Durch lange Fahrtstrecken und unterschiedliche Infrastruktur werden besonders die Laufflächen von Lkw- und Busreifen besonders stark beansprucht. Trotz seiner hohen spezifischen Oberfläche lässt sich Ultrasil 9100 GR gut mit der Silica/Silan-Technologie in die Gummimischung aus Naturkautschuk einarbeiten und leicht dispergieren und trägt so zu einer verbesserten Abriebbeständigkeit bei. Das sorgt für eine höhere Laufleistung, so Evonik.

„Das Feedback aus dem Markt zeigt uns, dass die Vorteile der grünen Reifen auch weiterhin stark gefragt sind. Gerade der Einsatz bei Bussen und Lkws ist noch recht neu und stößt auf großes Interesse“, erläuterte Dr. Bernhard Schäfer, Leiter Rubber Silica.

Evonik ist ein der weltweiter Hersteller von Kieselsäuren. Neben der pyrogenen Kieselsäure Aerosil, den gefällten Kieselsäuren Ultrasil, Sipernat, Zeodent und Spherilex stellt das Unternehmen auch Mattierungsmittel auf Kieselsäurebasis unter dem Markennamen Acematt her und andere pyrogene Metalloxide unter dem Markennamen Aeroxide. Insgesamt verfügt das Unternehmen für alle Kieselsäuren über eine weltweite Kapazität von rd. 1 Mio. jato.

www.evonik.com

URL: https://www.gupta-verlag.de/nachrichten/technik/22582/kieselsaeure-fuer-gruene-lkw-und-busreifen