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Die neue Intervallheizpresse von Rucks mit 2 000 kN Presskraft

12. April 2019

Neue Intervallheizpressen-Generation von Rucks

Für die kostengünstige Herstellung von Organoblechen bietet die neue Intervallheizpressen-Technologie der Firma Rucks eine Lösung. Neben der höheren Wirtschaftlichkeit hat das Verfahren den Vorteil, dass sowohl hohe Presskräfte, als auch Temperaturen oberhalb von 450 °C erreicht werden können. Das stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber Doppelbandpressen dar.

Die Anlage besteht aus sechs Stationen. Die Abwickelstation stellt das zu konsolidierende Material auf Rollen bereit. So können sechs Lagen Material zu einem Organoblech verpresst werden. Bei Bedarf kann die Anzahl der Laminatlagen auch erweitert werden. Ein Einlauftisch sorgt für die Ausrichtung der einzelnen Lagen und mittels inkrementaler Längenmessung wird steuerungsseitig immer der aktuelle Materialverbrauch berechnet.

Vor dem eigentlichen Konsolidieren wird das ausgerichtete Material in einer Vorpresse auf ca. 100 °C erwärmt und mit einer Presskraft von 3 kN vorverdichtet. So ist es möglich, auch voluminöse Vliesstoffe in der Anlage zu verarbeiten. Mit dem hinter der Presse angeordneten Vorschub wird das Material zusammen mit den Trennblechen semi-kontinuierlich durch die Presse gezogen. Dabei können Geschwindigkeiten von 200 mm/s erreicht werden. Je nach Lagenzahl und Lagendicke können bis zu 1,7 m Laminat pro min hergestellt werden.

Das Herzstück der Anlage ist die mit einer Gleichlaufhydraulik ausgestattete Heiz-Kühlpresse mit 2 000 kN Presskraft. Diese wird durch vier kraft- und lagegeregelte Presszylinder aufgebaut. Besonderes Merkmal der Konstruktion ist neben der sehr hohen Planparallelität von ± 0,02 mm die Möglichkeit, die Heizplatten gezielt schief zu stellen (1,5 mm/1,2 m). Des Weiteren sind in den Heizplatten auf einer Länge von 1 200 mm insgesamt sechs individuell einstellbare und thermisch getrennte Temperaturzonen (bis zu 451 °C) angeordnet. Materialspezifische Aufheiz- und Abkühlkurven zur Ausbildung der Schmelzfront in Fertigungsrichtung können damit problemlos gefahren werden. Zur Qualitätskontrolle dient ein Dickenmessgerät welches an vier Messstellen mittels Lasersensor die exakte Stärke des verpressten Halbzeugs bestimmt.

Die finale Station der Anlage bildet die Schneidstation welche das Endlos-Material in definierte Stücke schneidet. Alternativ kann das Material auch mit Aufwicklern auf Rolle gefahren werden. Alle Stationen sind steuerungsseitig miteinander verbunden und realisieren einen vollautomatischen Prozess. Mit der Anlage können u.a. Glasfasern, Carbonfasern, Aramidfasern, Naturfasern sowie PP, PA, PES, PPS, PEEK, PEI oder auch Hybridvliesstoffe verarbeitet werden.

Neben der beschriebenen Technikumsanlage lieferte der Glauchauer Maschinenbauer in den letzten Jahren sieben Intervallheizpress-Produktionsanlagen aus und fertigt gerade zwei weitere mit einer Heizplattenbreite von 1,3 m und einer maximalen Presskraft von 8 400 kN.

www.rucks.de

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