Wechseln zu

21. Mai 2019

Neue Mischungsgeneration für den Trinkwasserbereich

Zum 31.12.2021 endet bekanntlich die Übergangsfrist der Elastomerleitlinie des Umweltbundesamts (UBA), die zur Beurteilung von Elastomeren in Kontakt mit Trinkwasser dient. Bislang etablierte, schwefelvernetzte Mischungen im Trinkwasserbereich dürfen ab dann nicht mehr verwendet werden. Gummiwerk Kraiburg bietet mit Kraiburg Pure eine geeignete Mischung für Elastomeranwendungen im Trinkwasserbereich nach 2021 an.

Die EPDM-Mischungsserie im Härtebereich zwischen 50 Shore A und 85 Shore A enthält einerseits ausschließlich auch nach 2021 erlaubte Rohstoffe und erfüllt andererseits sicher die mechanischen Anforderungen für Mischungen im Trinkwasserbereich (Grundlage: EN 681-1), so heißt es. Positive Prüfzeugnisse nach dem Arbeitsblatt W270 liegen vor. Um die grundsätzliche Eignung der Mischungen für Fertigteile im Trinkwasserbereich nachzuweisen, wurden Bauteilprüfungen an Kraiburg-Prüfplatten veranlasst und ebenfalls positiv abgeschlossen. Neben den deutschen Freigaben im Trinkwasserbereich befinden sich diese Mischungen zusätzlich in der Zertifizierung für WRAS (GB) und ACS (Frankreich).

Darüber hinaus entspricht der Rezepturaufbau den Anforderungen der Positivliste für wässrige Lebensmittel nach CFR 21 § 177.2600, FDA „Rubber Articles Intended For Repeated Use“. Neben der unbedenklichen Verwendung nach Auslaufen der Übergangsfrist durch vielfältige europäische Zulassungen, zeichnet sich die neue Mischungsgeneration nach Unternehmensangaben gegenüber vergleichbaren Produkten durch eine wesentlich schnellere und effizientere Vulkanisationscharakteristik aus, sowie eine ausreichend lange Fließphase kombiniert mit einer zügig abschließenden Vulkanisation.

www.kraiburg-rubber-compounds.com

Die 2011 veröffentlichte Elastomerleitlinie des UBA gibt vor, welche Ausgangsstoffe entsprechend den Prinzipien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Herstellung von Elastomeren verwendet werden dürfen. Die Leitlinie ersetzt die KTW-Empfehlung (Kunststoffe im Trinkwasser) Teil 1.3.13, die vom UBA als nicht mehr ausreichend zur Gewährleistung der hygienischen Sicherheit und Trinkwasserqualität eingestuft wurde. Die Positivliste der Leitlinie setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  • Teil 1 beinhaltet bewertete Ausgangsstoffe, die zeitlich unbegrenzt verwendet werden dürfen.
  • Teil 2 führt Ausgangsstoffe auf, die noch nicht vollständig bewertet wurden. Die Verwendung der darin enthaltenen Ausgangsstoffe ist somit zeitlich begrenzt. Das hat zur Folge, dass alle Prüfzeugnisse für Produkte aus Elastomeren, deren Rezepturen Ausgangsstoffe aus dem Teil 2 der Positivliste enthalten, bis spätestens zum 31.12.2021 ausgestellt oder maximal bis zu diesem Datum verlängert werden dürfen.
  • Teil 3 enthält alle erlaubten Basispolymere.

Verfassen Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel