Wechseln zu

09. Juli 2004

Dow liefert Klebtechnologie für Aston Martins DB9

Dow Automotive wird Aston Martin für die Produktion des DB9 mit Klebtechnologie beliefern. Der DB9 ist der Nachfolger des bisher erfolgreichsten Aston Martin Modells DB7.

Durch den Einsatz einer völlig neuen verklebten Aluminiumkarosserie soll er das fortschrittlichste aller Aston Martin Modelle sein. Anfang 2002 wurde Dow Automotive als Lieferant für die benötigten Klebstoffe ausgewählt. Bereits in einem frühen Stadium der Gespräche machte Aston Martin deutlich, dass eine neue Technologie entwickelt werden müsste, um die eigenen Anforderungen bezüglich Leistungseigenschaften und Verarbeitung zu erfüllen. Idealerweise sollte das neue Fügesystem einen hohen Modulus aufweisen, ausreichende Verarbeitungszeit gewährleisten, dann aber schnell aushärten. Wichtig waren dem Hersteller der luxuriösen Automobile v. a. die Anwendungseigenschaften und hier vor allem die spezifischen Aushärtungs-Charakteristiken. Der von Aston Martin benutzte Verarbeitungsprozess erforderte nämlich eine längere Bearbeitungszeit, wie sie für die 2-K-PU-Klebstoffe von Dow Automotive typisch ist. Um einen raschen Aufbau nach der Panelmontage zu gewährleisten, wird das Material durch Wärmebehandlung ausgehärtet, woraus wiederum kurze Taktzeiten und ein geringerer Werkzeugeinsatz resultiert. Hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften war ein Modul oberhalb von vier MPa und einer Zugdehnung von 200 % nötig, um das Versteifungsverhalten mit dem Aufprallverhalten zu kombinieren. Um Kontaktkorrosion zu vermeiden und um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten, wurden verschiedene Materialien einschließlich Aluminium eingesetzt, weshalb das Material extrem nicht-leitend sein musste. Nicht-leitende Klebstoffe sind essentiell zum Einsatz von ultraleichten Metallen und Verbundwerkstoffen. Der von Dow für den DB9 entwickelte Zweikomponenten Polyurethanklebstoff Betamate 2810 MV weist eine spezifische Volumenresistenz deutlich oberhalb von 1010Ωcm auf und ermöglichte den Einsatz des Materialmix, wie er für den DB9 verwendet wird. Er wird nun für die Montage der Panels auf den darunter liegenden Rahmen verwendet, der seinerseits mit einem hoch schlagzähen Epoxyklebstoff von Dow Automotive verklebt ist.

Verfassen Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel