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Die neuen Schwingsiebe von Autox für die Bergbauindustrie werden erstmals im Spritzgießverfahren aus dem Präpolymer Adiprene LF (Low Free) von Lanxess hergestellt (Quelle: Lanxess)

19. Juni 2019

Lanxess: Spritzgießen von PU-Elastomeren

Nach Angaben von Lanxess hat sich Adiprene C930, ein Low Free MDI-basiertes Gießurethan des Unternehmens, als geeignetes Material für die Verarbeitung im Spritzgießverfahren erwiesen. Das koreanische Unternehmen Autox hat ein Produktionsverfahren entwickelt, mit dem Gießpolyurethane (Cast Polyurethanes), im Spritzgießverfahren verarbeitet werden können. Laut Lanxess eröffne diese Innovation der Gießpolyurethan-Welt ganz neue Perspektiven, da sie die Vorteile des Spritzgießens mit den Eigenschaften von Urethan-Gießmaterialien kombiniert. Autox hat vor kurzem ein neues Schwingsieb für die Bergbauindustrie auf den Markt gebracht, das im Spritzgießverfahren aus diesem Adiprene-Gießurethan hergestellt wird.

Einer der Vorteile bei der Verarbeitung im Spritzgießverfahren ist die hohe Produktionsleistung, was den Prozess sehr effizient und kostengünstig macht. Mit einem einzigen Werkzeug können in derselben Zeit mehr Teile hergestellt werden. Die Kosteneffizienz wird auch durch die Arbeitskosten beeinflusst, die typischerweise niedriger sind als beim Gießen. Beispielsweise beträgt die aktuelle Produktionszeit eines spritzgegossenen Siebes 5 min, während die Herstellung im herkömmlichen Gießverfahren normalerweise 35 min benötigt. Adiprene LF (Low Free) Präpolymer bietet nicht nur eine verbesserte Arbeitshygiene und eine einfache Verarbeitung, es ist auch für das Spritzgießen geeignet, da die Viskosität niedriger ist als bei einem herkömmlichen Präpolymer, so Lanxess.

An die Gitter für Schwingsiebe werden sehr hohe Anforderungen gestellt, da sie im Bergbau harten Betriebsbedingungen standhalten müssen. Das aus Adiprene C930 hergestellte Sieb bietet sehr gute Abriebfestigkeit und Rückstelleigenschaften, wodurch die Lebensdauer erhöht und die Siebeffizienz verbessert wird. Die Ergebnisse dieser Caprolacton-basierten Technologie wurden durch Praxistests bestätigt. Wie nachgewiesen wurde, kann die Lebensdauer des Siebes einen bis zu dreimal höheren Wert erreichen als marktübliche, qualitativ hochwertige Referenzprodukte. Durch diese Entwicklung ergeben sich weniger Ausfallzeiten im Minenbetrieb, was die Wartungskosten niedrig hält, so Lanxess.

Die Entwicklung von Autox ermöglicht einen neuen Verarbeitungsprozess von Gießurethan, so dass das resultierende Formteil verbesserte Leistungsmerkmale aufweist. Komplexe Formteile lassen sich damit leichter herstellen, da der für die Einspritzung erforderliche Druck die Materialschmelze bis zu den kleinsten Details des Bauteils befördert. Durch den Einspritzprozess kann außerdem einem Hauptanliegen der Branche begegnet werden: dem Abfallmanagement. Der Prozess liefert eine gleichbleibende Qualität, die zu geringerem Verschnitt und durch weniger Ausschuss zu weniger Abfall führt.

http://eng.autox.co.kr/
www.lanxess.com

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