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04. Juli 2019

Covestro: Neues Forschungsprojekt für wasserbasierte Rohstoffe

Ein neues Forschungsprojekt an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH Köln geht der Frage nach, wie die Eigenschaften von wässrigen Polymerdispersionen weiter verbessert werden können. Diese kommen als flüssige Rohstoffe in Lacken und Beschichtungen, Klebstoffen und anderen Produkten des täglichen Lebens zum Einsatz. Das Projekt „Applied Research on Disperse Colloidal Polymers“ (kurz: DisCoPol) wird über einen Zeitraum von drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, das Projektvolumen beläuft sich auf insgesamt rd. 600 000 EUR (Förderkennzeichen: 13FH142PX6).

Covestro ist einer der beiden industriellen Kooperationspartner des Projekts. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Polyurethandispersionen (PUDs) und nimmt auch in der Forschung und Entwicklung sowie bei Prozesstechnologien eine Spitzenposition ein. PUDs werden meist als Filmbildner oder Bindemittel in Lacken für die Erst- und Reparaturlackierung von Automobilen, in Holz- und Möbellacken sowie robusten Fußbodenbeschichtungen eingesetzt, außerdem in der Textilbeschichtung und in Glasfaserschlichten. Mit PUDs des Sortiments Dispercoll U formulierte Klebstoffe finden Anwendung in der Möbel- und Schuhherstellung sowie der Autoindustrie.

„Weltweit ersetzen Lack- und Klebstoffhersteller verstärkt lösemittelbasierende Produkte durch nachhaltigere wässrige Systeme wie PUDs, sofern sie gleich gute Eigenschaften zeigen“, so Michael Friede, globaler Leiter des Segments Coatings, Adhesives, Specialties bei Covestro. „Unser umfassendes Sortiment ermöglicht viele Anwendungen in ganz verschiedenen Branchen. Damit schaffen wir Wachstumschancen und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden.“

Von der neuen Forschungskooperation erhofft sich Dr. Jan Weikard, Experte für Polyurethandispersionen bei Covestro, wichtige Impulse für deren weitere Entwicklung: „Ziele des Projekts sind die Optimierung von Herstellverfahren, ein verbessertes Verständnis von Struktur-Eigenschaftsbeziehungen und die Erschließung neuer Einsatzmöglichkeiten für die Dispersionen. Unsere Schwerpunkte reichen dabei von der anwendungsnahen Erforschung von PUDs bis zur zügigen Markteinführung neuer Produkte für steigende Anforderungen.“

Erst Ende 2017 hat Covestro neue Produktionsanlagen für PUDs an seinen europäischen Standorten in Dormagen und Barcelona in Betrieb genommen. Mit diesen und weiteren Kapazitätserhöhungen, insbesondere in China, will das Unternehmen die weltweit steigende Nachfrage aus der Lack- und Klebstoffindustrie bedienen.

www.covestro.com
www.th-koeln.de/angewandte-naturwissenschaften/

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