Wechseln zu

11. Juli 2019

Covestro: Effiziente Herstellung von Rotorblättern mit Polyurethanharz

Laut Covestro sei Energie aus erneuerbaren Quellen ein zentraler Bestandteil des Nachhaltigkeitskonzepts des Unternehmens und unterstreiche das Bekenntnis zur Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, v. a. des Ziels Nummer 7 für erneuerbare Energie (UN-SDG 7). Im Blickpunkt steht hier die Windenergie, die aufgrund ihrer globalen Verfügbarkeit und des bereits erreichten technischen Fortschritts zu den vielversprechendsten erneuerbaren Energiequellen zählt, so das Unternehmen.

Dies zeige sich auch in der Entwicklung der global installierten Windenergiekapazität, die ein zweistelliges jährliches Wachstum verzeichne. China sei laut World Wind Energy Association der weltweit größte Windenergiemarkt und verfügte Ende 2018 über eine installierte Kapazität von 221 Gigawatt.

Mehr denn je gefragt seien kostengünstige Produktionsprozesse für Windenergieanlagen, um einen weiteren Ausbau der Technologie zu ermöglichen und gegenüber herkömmlichen Energiequellen konkurrenzfähiger zu werden. Es ist das Ziel, die Turbinen nach Inbetriebnahme bei minimalem Wartungsaufwand über einen längeren Zeitraum hinweg einzusetzen.

Covestro hat gemeinsam mit globalen Industriepartnern eine Lösung für eine effiziente Produktion von Rotorblättern für Windkraftanlagen entwickelt (Quelle: Covestro)

Covestro hat gemeinsam mit globalen Industriepartnern eine Lösung für eine effiziente Produktion von Rotorblättern für Windkraftanlagen entwickelt (Quelle: Covestro)

Um diese Herausforderung zu meistern, hat Covestro gemeinsam mit Partnern ein Polyurethanharz sowie eine Produktionstechnologie entwickelt, die – in Verbindung mit Glasfasermatten und einem effizienteren Produktionsprozess – kürzere Zykluszeiten ermöglichen. „Dies ist ein klarer Kostenvorteil für die Hersteller“, sagte Dirk Soontjens, der die globalen Windkraftaktivitäten bei Covestro koordiniert. „Das PU-Harz hat wichtige Vorteile gegenüber den bislang verwendeten Epoxidharzen: Es ist fließfähiger und benetzt die zur Verstärkung verwendeten Glasfasermatten besser.“ Das Harz verfüge zudem über sehr gute mechanische Eigenschaften und erfülle viele behördliche und branchenrelevante Leistungsstandards, so heißt es.

Erst vor kurzem hat Covestro die erste kommerzielle Bestellung zur Verwendung des PU-Harzes für die Produktion von 18 Rotorblättern von je 59,5 Metern Länge bearbeitet, einschließlich der zugehörigen Holmgurte (spar caps) und Holmstege (shear webs), die zusammen von Zhuzhou Times New Material Technology (TMT) hergestellt wurden, einem der größten Hersteller von Rotorblättern in China. Die Rotorblätter wurden an Envision geliefert, ein Unternehmen für Windturbinentechnologie, und sollen im Juli 2019 in einem Windpark in Ostchina installiert werden.

Zudem arbeitet Covestro auch in Europa mit führenden Akteuren der Windkraftbranche zusammen und plant auch hier eine baldige Markteinführung seiner Technologie. Außerdem betreibt das Unternehmen ein neues Windkraftlabor in Leverkusen, das die bestehenden Einrichtungen in Asien und Europa erweitern und die Betreuung von Kunden und Innovationsprozesse fördern soll.

Darüber hinaus hat das Unternehmen auch kostengünstigere Beschichtungslösungen entwickelt. So sollen bspw. Lacke mit der Pasquick-Technologie für Stahltürme sowie Gelcoats für die Rotorblätter von Windenergieanlagen erheblich die Produktivität erhöhen und einen dauerhaften Schutz ohne Wartungsaufwand bieten. Das liegt laut Hersteller daran, dass beim Einsatz von Pasquick eine Schicht weniger aufgetragen wird als bei herkömmlichen Korrosionsschutzsystemen und die Lacke eine geringere Aushärtungszeit haben.

Des Weiteren zeigen wasserbasierte Decklacke mit Bayhydur und Bayhydrol eine gute Leistung bei geringen Lösemittelemissionen. Zudem bietet das Unternehmen noch Schutz für Rotorblätter mit den Produkten seiner Desmodur-Linie, die lang anhaltenden Schutz gegen Abrieb gewährleisten.

www.covestro.com

Verfassen Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel