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20. November 2019

Gummiwerk Kraiburg: Verbindungsmaterial für hybride Karosseriebauteile

Für den Einsatz in hybriden Karosseriebauteilen hat die Gummiwerk Kraiburg GmbH & Co. KG mit Kraibon eine dünne Folie aus unvernetztem Kautschuk im Programm. Der Werkstoff bietet ein hohes Potenzial in Anwendungen, die hohe Energieaufnahmen erfordern, bei denen Vibrationen gedämpft werden müssen, unterschiedliche thermische Ausdehnungen auftreten oder die elektrochemische Korrosion unterbunden werden muss. Durch die gute Haftung zu vielen Materialklassen lassen sich neue, leistungsfähige Verbunde realisieren. Das Material ist darüber hinaus einfach in den etablierten Herstellungsprozess zu integrieren.

Dank der hohen Energieaufnahme von Kraibon in einem multimaterialen Lagenaufbau können Batteriekästen in Elektrofahrzeugen verlässlich geschützt werden. Je nach Lagenaufbau wird bei einem Unfall das Zwei- bis Dreifache an Energie, im Vergleich zum Aufbau ohne Elastomer absorbiert. Kraibon besitzt zudem die gute elektrische Isolationsfähigkeit von Elastomeren und verhindert damit eine Korrosion zwischen verschiedenartigen Materialien. Die hohe Viskosität in allen Temperaturbereichen der Folie ermöglicht eine gleichbleibende Trennschichtdicke, die den elektrischen Übergang zuverlässig unterbindet. Die dünne Kautschukfolie lässt sich in einem Produktionsschritt in den bestehenden Herstellungsprozess von Multimaterial-Bauteilen integrieren, ohne dass weitere Haftvermittler zugegeben werden müssen.

Kraibon lässt sich im Gegensatz zu vielen anderen Klebefilmen mindestens sechs Monate lagern. Eine Lagerung in Tiefkühlräumen verlängert die Lagerzeit zusätzlich um das Drei- bis Vierfache. Eine elastische Zwischenschicht aus Kraibon kann aufgrund seiner flexiblen Eigenschaften durch Temperaturunterschiede entstehende Spannungen in der Verbindungschicht erheblich reduzieren und damit Verzug, Risse, Brüche oder gar den Komplettausfall des Bauteils verhindern. Die Kombination der guten mechanischen Eigenschaften von Faserverbundkunststoffen, Metallen oder Aluminium, mit den elastischen des Elastomers, übertreffen herkömmliche Lösungen in hybriden Verbunden. Dadurch eignet sich der Werkstoff nicht nur für den Einsatz in der Automobilindustrie, sondern auch für die Luft- und Raumfahrt, Schienenfahrzeuge, die Sportindustrie und Orthopädie.

www.kraiburg-rubber-compounds.com

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