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20. Dezember 2019

Trelleborg: Präzisionsspritzguss für LSR

Zur Herstellung robuster Komponenten mit Hart-Weich- und Weich-Weich-Verbindungen für die Medizinbranche wendet Trelleborg das 2K-LSR-Verfahren an, bei dem ein Flüssigsiliconkautschuk (Liquid Silicone Rubber, LSR) mit einem weiteren technischen Kunststoff in einem Werkzeug zusammengeführt wird. Dieser Prozess wird auch als 2-Shot-Verfahren, Mehrkomponenten-Spritzgießen oder Co-Injection bezeichnet. In Abhängigkeit von der Teilegeometrie und den Werkstoffkombinationen können Teile alternativ auch beigestellt und im Siliconwerkzeug umspritzt werden, um so eine vollständig verbundene, kundenspezifische Lösung in zwei Schritten zu produzieren, heißt es aus dem Unternehmen. Dabei wird Silicon in der Regel mit Kunststoff- oder Metallsubstraten in verschiedenen Hart-Weich-Kombinationen verbunden.

Für den Einsatz in kleinsten Einbauräumen für medizinische Anwendungen kann Trelleborg mittels Mikro- und Nanotechnologie Mikroteile fertigen. Dabei können Komponenten mit einem Gewicht von weniger als 10 mg hergestellt werden. Die Fertigung der Mikroteile erfolgt gratlos, heißt es. Das Unternehmen setzt hier unter anderem auf proprietäre Nadeleinspritztechnologie, vollautomatisches Teile-Handling und Spezial-Werkzeugbau. Komponententeile mit dünnen Membranen können mit einer Stärke von weniger als 0,10 mm und ohne Einstechlöcher umgesetzt werden.

„In den vergangenen Jahren haben wir viel in den Präzisionsspritzguss von Formteilen investiert, um die Position von Trelleborg in attraktiven Märkten wie der Medizinbranche weiter zu stärken“, sagte Ursula Nollenberger, Product Line Director im Geschäftsbereich Healthcare + Medical bei Trelleborg. „Silicon hat sich hierbei aufgrund seiner Biokompatibilität, Inertheit sowie seiner günstigen physikalischen und haptischen Eigenschaften als Werkstoff-Standard für Medizinprodukte etabliert.“

www.trelleborg.com

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