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Bis zu 180 Jahre können Kunststoffe wiederverwendet werden. (Quelle: FHWS)

29. April 2021

FHWS: „Is plastic fantastic“ oder gilt „Plastikverbot statt Artentod“ – Studierende entwickeln Info-Video

„Kunststoff zwischen Vorteilen und Vorurteilen“ – fünf Studierende des Studiengangs Kunststoff- und Elastomertechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) haben sich in einer Projektarbeit mit dem aktuellen Thema beschäftigt. Herausgekommen ist ein anschauliches Info-Video, populärwissenschaftlich per Hand gestaltet und auch ohne Fachwissen informativ. Den Filmbeitrag können nicht nur (Studien-)Interessierte ansehen, er wird darüber hinaus auch mit weiterem Informationsmaterial an Schulen verteilt, das Oberstufen-Schülerinnen und -Schülern das breite Angebot der Kunststofftechnik präsentiert.

Plastik schlecht, Kunststoff schon viel besser? Die Studierenden führten eine Umfrage zu beiden Begriffen durch. (Quelle: FHWS)Plastik schlecht, Kunststoff schon viel besser? Die Studierenden führten eine Umfrage zu beiden Begriffen durch. (Quelle: FHWS)

Mit ihrem Titel „Is plastic fantastic?“ gehen die fünf studentischen Redakteurinnen und Redakteure, Jonas Segsulka, Jan-Philipp Nickel, Christian Hammer, Angelika Nisalke und Tim Fischer, dem Thema Umwelt und Plastik auf den Grund. Auf der einen Seite ist das Material leicht, elastisch, temperaturbeständig, kostengünstig, langlebig und in verschiedenen Härtegraden und Formen herstellbar. Auf der anderen Seite haben u. a. Umweltverbände oder Initiativen wie „Fridays for Future“ auf die massiven Umweltverschmutzungen, den Klimawandel auch durch Verpackungsmüll und unsachgemäßen Umgang mit dem Recycling hingewiesen. Die Sechstsemester-Studierenden thematisieren einerseits den jahrzehntelangen, allzu sorglosen Umgang mit Plastik und Plastikabfällen inklusive einer Verdopplung der Verpackungsmaterialien in den letzten zehn Jahren. Andererseits zeigen sie die Optionen auf, die sich durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Kunststoffen und Elastomeren (formfesten, elastisch verformbaren Kunststoffen) ergeben können.

Stahl und Aluminium statt Kunststoffe im Autobau: Für den CO2-Emissionsausstoß keine Alternative. (Quelle: FHWS)Stahl und Aluminium statt Kunststoffe im Autobau: Für den CO2-Emissionsausstoß keine Alternative. (Quelle: FHWS)

Das Video geht auf verschiedene Aspekte ein. Beispielsweise zeigt das studentische Team auf, dass der Terminus „Plastik“ in der öffentlichen Diskussion belastet sei, während der Begriff „Kunststoff“ deutlich breitere, unbelastetere Assoziationen wecke. Dies fanden die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Zuge ihrer Umfrage heraus. Sie zeigten am konkreten Beispiel eines Autobaus, wie es wäre, wenn man die Kunststoffteile durch Stahl oder Aluminium ersetzen würde: Die CO2-Emissionen schnellen bei Verwendung der Alternativmaterialien in die Höhe. Zudem verfolgen sie den Weg der Verwendung von Kunststoffen und können eine 180-jährige Zeitspanne aufzeigen – Kunststoffe und Elastomere weisen eine lange Halt- und Verwendbarkeit sowie Recycling-Fähigkeit auf. Sie können in mehreren Produktionsschritten als recycelte Flakes mehrfach zu neuen Formteilen, Fasern und Folien verarbeitet werden.

Der Film unter https://youtu.be/nnRyxhwQQv0, weitere Informationen zum Studiengang unter https://bke.fhws.de/.

Kontakt:
Prof. Dr. Volker Herrmann
E-Mail volker.herrmann@fhws.de
Tel. 0931-3511-8405
Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Fakultät Kunststofftechnik und Vermessung
Würzburg
www.fhws.de

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