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04. Juli 2005

Ultraschall-Diagnosegerät zum Aufspüren von Leckagen

Eine neuartige Diagnosemethode für die präventive Instandhaltung kommt von der US-amerikanischen Fa. CTRL Inc., Maryland, USA. Das Gerät arbeitet auf Ultraschallbasis und soll mit überschaubarem Kostenaufwand in allen Bereichen der Industrie fehlerhafte Bauteile oder Leckagen aufspüren können. Auch die NASA nutzt die Spion-Technologie: Auf der Internationalen Raumstation ISS wird das Gerät seit drei Jahren eingesetzt. Vor allem bei schwer erreichbaren Stellen wie unterirdisch verlegten Rohrleitungen oder Maschinen in großer Höhe erweist sich der Spion als nützlich. Seine Technik basiert auf Ultraschall: Defekte geben auf einer Frequenz von 40 Kilohertz charakteristische Geräusche von sich. Wenn sich die Materialteilchen aneinander reiben – also Pressluft an Metall, Lager an Welle, elektrische Energie an Isolator – entsteht auf molekularer Ebene ein Rauschen. Dieses Geräusch soll der Spion mit Hilfe eines hochentwickelten Ultraschallmikrofons in für menschliche Ohren hörbare Töne umwandeln können – dank schalldicht isolierter Kopfhörer sogar selbst in lauten Produktionsumgebungen. Die Fehlerquelle kann so nach Firmenangaben auf eine Distanz von bis zu 30 m genau lokalisiert werden. Mit Hilfe eines am Gerät aufgeschraubten Kollektors für kurze Distanzen oder verlängerbaren Sonden, die im mitgelieferten Zubehörsortiment enthalten sind, „tastet“ der Anwender das zu prüfende Rohr, Maschinen- oder Anlagenteil akustisch ab. Bei 40 Kilohertz-Tönen gibt der Ultraschallspion über die Kopfhörer charakteristische Geräusche von sich, die sich je nach Art der Defekte voneinander unterscheiden: Man erkennt, ob es sich bei der angezeigten Störung bspw. um ein Gas- oder Luftdruckleck oder eine elektrische Entladung handelt. Die Erweiterung PowerBeam visiert die abgehörte Stelle auf eine Entfernung von bis zu 100 m punktgenau mit einem zusätzlichen Kollektor in Form eines Parabolreflektors und einem Laserpointer an und ermöglicht so eine präzise Fern­diagnose.

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