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06. Juli 2005

Technologien für den unsichtbaren Airbag

Die Frimo Group GmbH, Lotte, bietet Technologien für die Herstellung des „unsichtbaren Airbags“. Waren bei älteren Fahrzeugmodellen sichtbare Beifahrer-Airbagklappen noch als Zeugnis für die Hochwertigkeit des Fahrzeugs erwünscht, so sollten diese Merkmale aus De­signgründen heutzutage möglichst unsichtbar sein. Frimo bietet hierfür Equipment zur unsichtbaren Schwächung von Dekorhaut, Schaum und Trägermaterialien. Entsprechende Systeme, bestehend aus Scoring-Anlagen für die Dekor­haut und Anlagen zum Schwächen von Träger und Schaum entwickelt und baut man in Zusammenarbeit mit den OEM bzw. Tier 1-Zulieferern. Bei den Verfahren, wie sie von Frimo für geschäumte Instrumententafeln empfohlen werden, wird zunächst nur die Formhaut mit einem gezogenen Messer geschwächt. Dabei wird das Messer über Knickarmroboter geführt. Hierfür sind eine Vielzahl von Messern und unterstützenden Oszillationsantrieben verfügbar. Das kostengünstigste Messer ist die Skalpellklinge, die an einem einfachen Klingenhalter befestigt wird. Beim Ultraschallmesser regt ein Piezoquarz über eine Sonotrode die Klinge zu Längsschwingungen an, mit der das Durchtrennen der Formhaut unterstützt wird. Derartige Schneidköpfe für PVC-Slush-Häute und TPO-Tiefziehhäute unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch das Messerdesign und die Relativbewegungen der Klinge. Das Träger/Schaumpaket wird anschließend in einem separaten Arbeitsschritt geschwächt. Diese Vorgehensweise soll nach Unternehmensangaben gegenüber Verbundschwächungsverfahren, z. B. mit Laser, ein Einsparpotenzial von rund einem Drittel der Investitionskosten bieten.

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