02. Dezember 2021

Asahi Kasei: Synthesekautschuk aus nachhaltigem Butadien

Der japanische Technologiekonzern Asahi Kasei wird lösungspolymerisierten Styrol-Butadien-Kautschuk (S-SBR) aus Butadien herstellen, das auf Kunststoffabfällen und Biomasse basiert. Mit der Produktion und Vermarktung von S-SBR mit nachhaltigem Butadien aus dem Werk Singapur soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 im März 2022 begonnen werden.

Das Unternehmen hat am 23. November 2021 eine Vereinbarung mit Shell Eastern Petroleum Ltd. über die Lieferung von Butadien aus Kunststoffabfällen und Biomasse geschlossen. Shell wird in Bukom, Singapur, nachhaltiges Butadien nach dem Massenbilanzverfahren auf zwei Arten herstellen. (Das Massenbilanzverfahren ist eine weltweit angewendete Methode, um bei einem Mix aus nachhaltigen und aus Erdöl gewonnenen Rohstoffen den Anteil nachhaltiger Rohstoffe für einzelne Produkte zu berechnen.) Bei dem ersten Verfahren wird aus Kunststoffabfällen in einem chemischen Prozess recyceltes Rohmaterial/Pyrolyseöl gewonnen und dem Naphtha-Cracker zugeführt; somit können wiederum Chemikalien hergestellt werden. Die zweite Methode verwendet Biomasse als Rohstoff für den Naphtha-Cracker.

Nach dem Massenbilanzverfahren lässt sich bei einem Mix aus nachhaltigen und aus Erdöl gewonnenen Rohstoffen den Anteil nachhaltiger Rohstoffe für einzelne Produkte zu berechnen. (Quelle: Asahi-Kasei)Nach dem Massenbilanzverfahren lässt sich bei einem Mix aus nachhaltigen und aus Erdöl gewonnenen Rohstoffen den Anteil nachhaltiger Rohstoffe für einzelne Produkte zu berechnen. (Quelle: Asahi-Kasei)

Nach eigenen Angaben ist Asahi Kasei damit das weltweit erste Unternehmen, das aus Kunststoffabfällen hergestelltes Butadien einsetzt und die erste japanische Chemiefirma, die Butadien aus Biomasse für die S-SBR-Produktion verwendet.

www.asahi-kasei.com

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