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08. September 2017

Lanxess: Striktes Portfoliomanagement für gesteigerte Stabilität und Profitabilität

Lanxess hat sich zum Ziel gesetzt die operative Marge ab 2021 auf 14 - 18 % zu steigern. Erreicht werden soll dies durch weitere Diversifizierung und ein striktes Portfoliomanagement. Der Konzern sieht in den Chemtura-Synergien und seinen renditestarken organischen Wachstumsprojekten wichtige Treiber für die Profitabilität. Zudem wurde eine konzernweite Digitalisierungsinitiative gestartet. Diese und weitere Informationen gab der Kölner Spezialchemie-Konzern anlässlich eines Medientags am 5. September 2017 bekannt.

Lanxess plant, seine Stabilität und Profitabilität in den nächsten Jahren weiter zu verbessern. Ab 2021 soll sich die operative Ergebnismarge – gemessen am EBITDA vor Sondereinflüssen – in einem Korridor von 14 - 18 % bewegen. Im Geschäftsjahr 2016 lag die Marge bei 12,9 %. Gleichzeitig soll der Konzern noch stabiler aufgestellt und die Schwankungsbreite des operativen Ergebnisses weiter verringert werden. Auf der Volumenseite will Lanxess konstant stärker wachsen als die globale Wirtschaftsleistung.

Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von Lanxess, stellte die neuen mittelfristigen Finanzziele vor. (Quelle: Lanxess AG)

Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von Lanxess, stellte die neuen mittelfristigen Finanzziele vor. (Quelle: Lanxess AG)

„Lanxess steht heute wieder auf festen Beinen und ist zurück auf einem profitablen Wachstumspfad. In den kommenden Jahren wollen wir unser volles Potenzial ausschöpfen und Lanxess zu einem noch stärkeren Unternehmen entwickeln: mit einer hochdiversifizierten, stabilen Plattform, mit einer gesteigerten Profitabilität und nicht zuletzt mit einer auf Engagement und Begeisterung basierenden Unternehmenskultur“, sagt Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender der Lanxess AG.

Portfoliomanagement

Künftig sollen nur noch solche Geschäfte betrieben bzw. ins Portfolio genommen werden, in denen der Konzern führende Marktpositionen erreichen und nachhaltig attraktive Margen erwirtschaften kann. Organische Investitionen – rund 400 Mio. EUR zwischen 2016 und 2020 – erfolgen in Projekte, die eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von durchschnittlich 20 % erbringen. Im Geschäftsjahr 2016 lag diese für den Gesamtkonzern bei 6,9 %. Durch stärkere regionale und sektorale Diversifizierung sollen die Auswirkungen von Marktschwankungen weiter reduziert werden. Erste Erfolge der Strategieanpassung sind bereits sichtbar. Im Jahr 2011 lag der EBITDA-Anteil von Arlanxeo und dem „neuen“ Lanxess (mit den Business Units Advanced Intermediates, Engineering Materials, Specialty Additives und Preformance Chemicals) noch bei je rund 50 %. 2016 machte der Anteil von Arlanxeo nur noch rund 30 % aus. Der Umsatzanteil der Wachstumsmärkte wie Asien und Nordamerika soll weiter erhöht und die Präsenz in attraktiven Kundenindustrien wie Elektro/Elektronik oder Energie mit innovativen Produktanwendungen ausgebaut werden.

Synergien

Rund 100 Mio. EUR an jährlichen Kosteneinsparungen plant der Konzern bis zum Jahr 2020 durch die Akquisition von Chemtura zu erreichen, davon rund 25 Mio. EUR bereits in diesem Jahr. Diesen stehen geschätzte Einmalkosten von 140 Mio. EUR gegenüber. Etwa die Hälfte der geplanten Synergien entfällt auf die Bereiche Produktion und Beschaffung. Das gebündelte Einkaufsvolumen beider Unternehmen für Rohstoffe von rund 2,5 Mrd. EUR kann durch harmonisierte Lieferverträge und eine stärkere Rückwärtsintegration reduziert werden. Rund 30 % der gesamten Synergien lassen sich im Verwaltungsbereich – vorwiegend in Nordamerika – erzielen. Weitere Sparpotenziale ergeben sich vor allem bei Transport und Logistik und aus der Vereinheitlichung der weltweiten Marketing- und Vertriebsstrukturen.

Digitalisierungsinitiative

Für die Digitalisierungsinitiative hat das Unternehmen einen eigenen Bereich mit zunächst 30 Experten gegründet. Zentrale Handlungsfelder der Initiative sind die Digitalisierung der Wertschöpfungskette, die Nutzung von Big Data, die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle sowie die Verankerung digitaler Kompetenzen bei den Mitarbeitern.

www.lanxess.de

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