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31. Januar 2018

wdk fordert Einsetzung eines Bundesbeauftragten für Rohstoffe

Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) hat anlässlich der Koalitionsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD die Einsetzung eines Bundesbeauftragten für Rohstoffe gefordert. Hintergrund ist die Entscheidung der EU-Kommission, Naturkautschuk auf die Liste der kritischen Rohstoffe für die EU zu setzen. „Ein solcher zentraler Koordinator könnte nicht nur bei Naturkautschuk, sondern auch bei anderen Rohstoffen für die Unternehmen und damit für den Industriestandort Deutschland von hohem Nutzen sein“, so wdk-Hauptgeschäftsführer Boris Engelhardt.

Die Aufnahme von Naturkautschuk in die Liste kritischer Rohstoffe für die EU zeige, dass die deutsche Kautschukindustrie mehr Aufmerksamkeit benötige, so der wdk. Auch aufgrund der zahlreichen Anwendungsfelder von Gummi- und Elastomerprodukten seien aktuell verschiedene Ministerien und Behörden für diese wichtige Branche zuständig. Dadurch gingen mögliche Synergieeffekte verloren. Der wdk sehe deshalb die dringende Notwendigkeit für eine zentrale Koordinierungsstelle für Rohstoff-Fragen auf Bundesebene, so Engelhardt: „Ein solcher Bundesrohstoffbeauftragter könnte die Rohstoffstrategie der Bundesregierung zusätzlich unterstützen, Forschungs- und Fördermittel des Bundes verwalten und als zentraler Ansprechpartner nicht nur der deutschen Kautschukindustrie fungieren.“

Die Europäische Kommission hat im September 2017 mit Naturkautschuk erstmalig einen organischen Rohstoff in die Liste kritischer Rohstoffe für die EU aufgenommen. Hauptzweck dieser alle drei Jahre aktualisierten Liste ist es, die Rohstoffe mit hohem Versorgungsrisiko und großer wirtschaftlicher Bedeutung zu ermitteln, da ein verlässlicher und ungehinderter Zugang dazu für die europäische Industrie und die Wertschöpfungsketten ausgesprochen wichtig ist.

www.wdk.de

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