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09. Januar 2019

Nachhaltigkeit im Kautschukanbau

Naturkautschuk ist ein nachwachsender Rohstoff. Dass er deshalb nachhaltig ist, versteht sich jedoch nicht von selbst, denn der Anbau in Monokulturen birgt eine Reihe von ökologischen und sozialen Problemen. Oft werden für großflächige Monokulturen (unter Umständen illegal) riesige Waldgebiete gerodet, was sich entsprechend auf die Artenvielfalt und Bodenqualität auswirkt, aber mitunter zudem zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen, wie illegale Vertreibungen oder Gewalteinsatz bei der Räumung von Siedlungen führt. In der Kautschukbranche wird inzwischen immer mehr Wert auf nachhaltige Lieferketten gelegt. Zertifizierungen können dabei eine Orientierungshilfe sein.

 

Die Zertifizierung der unabhängigen, gemeinnützigen Nicht-Regierungsorganisation Forest Stewardship Council (FSC) lässt sich beispielsweise auf Naturkautschuk anwenden. Die FSC-Warenzeichen gewährleisten, dass ökologische und soziale Minimumstandards bei der Bewirtschaftung von Wäldern eingehalten und Menschen und Natur fair und verantwortungsvoll behandelt werden. Im April dieses Jahres hat die DKG das Gespräch mit dem FSC gesucht, um zu eruieren, wo in der Kautschukwertschöpfungskette eine FSC-Zertifizierung sinnvoll sein könnte. Sie ist auch für Produkte mit geringem Kautschukanteil möglich, sofern der verwendete Kautschuk den FSC-Kriterien entspricht.

Der Fair Rubber e. V., eine Kooperationsplattform zwischen Firmen, die Produkte aus fair gehandeltem natürlichem Kautschuk anbieten, vergibt das „Fair Rubber“-Label. Die damit zertifizierten Produkte enthalten Naturkautschuk, der aus nachhaltiger FSC-Bewirtschaftung kommt und darüber hinaus den kleinbäuerlichen Betrieben eine Prämienzahlung sichert.

www.fsc-deutschland.de
www.fairrubber.org

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