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16. Januar 2019

KraussMaffei vollzieht Börsengang in China

Die KraussMaffei Group hat am 28./29. Dezember 2018 den Gang an die Börse in Shanghai vollzogen. Der Börsengang erfolgte durch Übertragung der Anteile an KraussMaffei auf die ChemChina-Mehrheitsbeteiligung THY (Qingdao Tianhua Institute of Chemistry Engineering), die an der Börse notiert ist. Zusätzlich übernimmt THY das Werk von ChemChina in Sanming, China. Dort sollen künftig neue Baureihen von Spritzgießmaschinen für den chinesischen Markt gefertigt werden, so heißt es. Dr. Frank Stieler und Dr. Harald Nippel, CEO und CFO von KraussMaffei, werden den neuen integrierten Maschinenbaukonzern leiten. Dieser wird künftig unter dem Namen KraussMaffei im Markt auftreten. KraussMaffei erwirtschaftet mehr als 80 % des Umsatzes der Gesellschaft. Diese wird nach heutigem Stand einen Umsatz von rd. 1,5 Mrd. EUR haben.

Dr. Frank Stieler, CEO der KraussMaffei Group, in Shanghai. (Quelle: KraussMaffei)

Dr. Frank Stieler, CEO der KraussMaffei Group, in Shanghai. (Quelle: KraussMaffei)

„Wir haben nun die Möglichkeit unser Wachstum noch schneller und besser voranzutreiben. Das Listing erschließt uns den Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt. Dieser Schritt wird uns sowohl in China als auch weltweit erheblich stärken“, sagte Stieler. „Mit dem zusätzlichen Werk in Sanming können wir unsere Präsenz in China weiter ausbauen. Unser internationales Geschäft werden wir wie bisher aus Deutschland betreiben und weiterentwickeln“, so Stieler weiter.

Durch den Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt will KraussMaffei sein Wachstum beschleunigen. Der Zugang zu neuen finanziellen Mitteln soll auf die Strategie „Compass“ einzahlen. „Wir erweitern unser Produktportfolio um neue Baureihen für die Volumenmärkte und bauen unsere Services und digitalen Dienstleistungsprodukte aus. Lokale Geschäftsmodelle, insbesondere in China, treiben wir zügig voran“, so Stieler. Mit der Strategie „Compass“ setzt KraussMaffei auf die Erweiterung seiner Geschäftsmodelle, insbesondere im Bereich der digitalen Dienstleistungen. Dazu hat das Unternehmen bereits im Juli 2018 die neue Geschäftseinheit Digital Service Solutions gegründet.

In China will das Unternehmen seine Präsenz deutlich ausbauen. KraussMaffei übernimmt ab sofort die operative Verantwortung des eingebrachten Werkes in Sanming, China. Dort sollen künftig neu entwickelte Baureihen von Spritzgießmaschinen für den lokalen chinesischen Markt montiert werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach derartigen Baureihen mit hohem Qualitätsstandard rechnet man für die kommenden Jahre in China mit einem jährlichen Umsatzwachstum von über 20 % (CAGR).

Das bisherige Geschäft von THY wird fortgeführt. THY ist ein führendes Designinstitut und Spezialmaschinenbauer für Komponenten des Chemieanlagenbaus. Das Geschäft von KraussMaffei wird auch zukünftig vom Firmensitz in München geführt. Sowohl die deutsche Mitbestimmung, die Rechtsform der KraussMaffei Group GmbH als auch sämtliche Mitarbeiter- sowie Gewerkschaftsvereinbarungen bleiben bestehen. Auch die Rechte an den Technologien bleiben in Deutschland gebündelt.

KraussMaffei ist seit April 2016 mehrheitlich im Besitz des chinesischen Chemiekonzerns ChemChina. Dieser hält auch weiterhin die Mehrheit der Anteile an KraussMaffei über die THY und wird auch das künftige Wachstum des Unternehmens unterstützen.

www.kraussmaffeigroup.com

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