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24. Mai 2004

Europäische Kunststofferzeuger gründen neuen Verband

Um den neuen Herausforderungen in der erweiterten EU besser begegnen zu können, haben der europäische Kunststofferzeuger-Verband - APME - und die nationalen Kunststofferzeuger-Verbände in Europa einen neuen Verband der Kunststofferzeuger gegründet, der PlasticsEurope heißt.

Die neue Netzwerk-Organisation soll aus bestehenden nationalen sowie dem europäischen Verband hervorgehen und von sechs über Europa verteilten Zentren in Brüssel, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien aus arbeiten. Der neue Verband wird zentral finanziert werden und einer einheitlichen Strategie mit abgestimmten Arbeitsplänen folgen. Jedes regionale Zentrum wird auch die Koordination für eine Reihe von Ländern seiner Region übernehmen. (So genannte Clusterländer, und zwar die 25 EU-Mitglieder sowie Schweiz, Norwegen und die Türkei). Am 1. Januar 2005 wird der neue Verband seine Arbeit aufnehmen.

Die Mitgliederversammlung wählte John Taylor, Vorstandsvorsitzender Borealis, zum ersten Präsidenten des neuen Verbandes. Taylor erklärte: “Das wirtschaftliche Umfeld, die Erwartungen der Gesellschaft und die EU-Politik, denen sich unsere Industrie und ihre Produkte stellen müssen, werden immer komplexer und herausfordernder. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit der Gründung von PlasticsEurope noch effektiver zur politischen Debatte beitragen können. Wir wollen sowohl Entscheidern als auch der Bevölkerung insgesamt vermitteln, welch große Bedeutung Kunststoffe für unseren Lebensstandard und für eine nachhaltige Entwicklung haben.”

“Wir entwickeln uns im Gleichklang mit den europäischen Institutionen weiter”, sagte Nancy Rusotto, die zum ersten Executive Director des neuen Verbandes ernannt wurde. “In Europa ergeben sich mit dem Beitritt der zehn neuen Länder erhebliche Änderungen, und genauso ändert auch die Kunststoff-Industrie nun Arbeitsabläufe und den Zugriff auf Ressourcen, um ihre Wirkung zu vergrößern und die Vorteile der Kunststoffe noch besser zu kommunizieren.”

Der neue Verband vertritt die Kunststofferzeuger. Er wird sowohl allgemeine als auch produktspezifische Themen behandeln sowie den Dialog mit allen wichtigen Zielgruppen stärken. Verbessert werden soll die Zusammenarbeit mit den europäischen Verbänden, die die Produktkette vertreten, um so gemeinsame Ziele zu erreichen. Wichtigster Partner werden dabei die europäischen Kunststoffverarbeiter sein.

PlasticsEurope vertritt nach eigenen Angaben über 90 % der Kunststoffproduktion in Europa und wird auf die vereinigte Mitgliedschaft der zusammengeschlossenen Organisationen mit mehr als 120 Mitgliedern aufbauen.

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