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24. April 2019

Automobil-Zulieferverbände fordern technologieneutrale Gesetzgebung

Plädoyers für eine ideologiefreie sowie faktenbasierte Förderung von Mobilität in Deutschland standen im Mittelpunkt des ArGeZ-Zulieferforums am 31. Januar 2019 in Frankfurt a. M. Das Jahrestreffen von sieben in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) zusammengeschlossenen Industrieverbänden stand im Zeichen der „Zulieferer in disruptiven Zeiten“.

Scheinbar konkurrierende Mobilitätskonzepte und deren staatliche Regulierung, Angriffe auf die WTO und den freien Welthandel sowie Nachhaltigkeitszertifizierung in Zulieferketten und Local Sourcing stellen die deutsche Zulieferindustrie aktuell vor große Herausforderungen, so heißt es in einer Stellungnahme der Interessensgemeinschaft, der u.a. auch der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk) angehört. Dass neue Mobilität nur über Elektroantriebe geht, sei falsch, so der Tenor der Tagung.

Die aktuelle Gesetzgebung sei nicht technikneutral, zu sehr angstgetrieben und versäume, alle Antriebssysteme im Hinblick auf die Gesamt-Verbrauchs-und Emissionsbilanz unvoreingenommen zu vergleichen, sagte ArGeZ-Sprecher Christian Vietmeyer. Weiter wies er darauf hin, dass alle Antriebssysteme auch zukünftig ihre Einsatzgebiete und Berechtigungen haben. Sie können sich sogar optimal ergänzen. Und sie sind bezogen auf den gesamten Lebenszyklus, die Umwelteinwirkungen und die Energiebilanz tatsächlich gleichwertig. Jeder Mensch wünscht sich bezahlbare, individuelle Mobilität. Dem sollen und können Politik, Automobilhersteller und Zulieferunternehmen Rechnung tragen.

Nutzerverhalten kann sich ändern, Wertschöpfungsketten können überprüfbar nachhaltiger gestaltet werden. Was konstant bleibt, sind die Gesetze der Naturwissenschaften. Und hier stehen moderne Verbrennungsmotoren und Elektroantriebe in ihren Emissionen und Wirkungsgraden gleichwertig nebeneinander. Eine Antriebsart politisch auszuschalten, bedeute für Deutschland, seine weltweite technische Spitzenposition im Automobilsektor preiszugeben –ohne im Gegenzug Vorteile für Gesundheit, Umwelt und bezahlbare individuelle Mobilität zu erhalten.

www.argez.de

Die ArGeZ vertritt die Belange von rd. 9 000 vornehmlich mittelständisch geprägten Zulieferunternehmen mit rd. 1 Mio. Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von 218 Mrd. EUR. 

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