25. April 2019

GKV warnt vor weiterer Zuspitzung des Fachkräftemangels

Die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich für die Unternehmen der Kunststoffverarbeitenden Industrie von Jahr zu Jahr schwieriger. Die Zahl der neuabgeschlossenen Ausbildungsverträge für den wichtigsten Ausbildungsberuf der Branche, den Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, ging 2018 abermals zurück, gibt der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) zu bedenken. Im vergangenen Jahr konnten 2 358 neue Ausbildungsverträge zum Verfahrensmechaniker/zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik abgeschlossen werden. Das waren 0,9 % weniger als 2017. Derzeit bildet die kunststoffverarbeitende Industrie in dem dreijährigen Ausbildungsberuf 6 434 junge Menschen aus.

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und dem sich abzeichnenden demografischen Wandel ist die Branche dringend auf ausreichenden Fachkräftenachwuchs angewiesen. Der GKV rät Unternehmen mehr ins Ausbildungsmarketing zu investieren, um zukünftige Fachkräfte für sich zu gewinnen. Aber auch hinsichtlich der aktuellen Frauenquote von 8 % müssten Unternehmen aktiv werden und ihre Möglichkeiten zukünftig ausschöpfen. Die Ursache für den anhalten Abwärtstrend liegt laut dem Verband v.a. an dem Wunsch vieler Schulabgänger nach einem höheren Bildungsabschluss sowie dem allgemeinen Rückgang der Schülerzahlen. Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen kunststoffverarbeitenden Industrie, die mit einem Jahresumsatz von 65,7 Mrd. EUR und 335 000 Beschäftigten in 2 978 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland ist.

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