Wechseln zu

Am Standort Fridingen wurde in ein vollautomatisiertes Dreh-/ Fräszentrum investiert.

21. Mai 2019

Desma meldet Rekordjahr

Der Maschinenbauer Desma hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatz von 118 Mio. EUR abgeschlossen und damit das bisher beste Geschäftsjahr in seiner Geschichte erzielt. 2017 hatte der Umsatz noch bei 100 Mio. EUR gelegen. Allerdings sieht das Unternehmen mit seinen Geschäftsführern Martin Schürmann und Dr. Harald Zebedin bereits seit Oktober 2018 eine zunehmend schwieriger werdende Marktlage. Diese sei insbesondere durch den für fast alle internationalen Märkte zutreffenden und teils drastischen Rückgang des Order-Zulaufs im Absatzsegment Automotive, sowie die sich mit der allgemeinen auf internationalem Parkett konjunkturell bemerkbar machenden Verunsicherung auch in den anderen Absatzsegmenten spürbar. Derzeit liege der Auftragseingang um 35 % unter dem Vorjahresniveau.

Da man sich bei der Desma aber weitergehend und auf lange Sicht angelegt auf Wachstumskurs bewegen möchte, sollen in den nächsten drei Jahren weitere 22 Mio. EUR an den fünf Werksstandorten der Desma-Gruppe in der Slowakei, Indien, China und USA investiert werden. Zu diesen Vorhaben gehört auch der jüngst abgeschlossene Kaufvertrag für das dem Unternehmensgrundstück in Fridingen benachbarte Börsig-Areal. Der Kaufpreis für das ca. 33 000 m2 große Grundstück wurde nicht genannt.

Desma möchte sich mit dieser Investition die für die Zukunft erforderliche Expansionsfläche auch als Bestandteil der Standortsicherung in Deutschland sichern, so heißt es. Ferner wurde vor kurzem am Standort Fridingen ein vollautomatisiertes Dreh-/ Fräszentrum, das für einen Jahresbetrieb von 7 200 Betriebsstunden ausgelegt ist, in Betrieb genommen. Mit dieser 2,3 Mio. EUR-Investition möchte man eine gezielte Erhöhung der Wertschöpfung sowie eine Verkürzung von Durchlaufzeiten erreichen.

„Auch wenn wir derzeit einen massiven Gleitzeitabbau durchführen und in einigen Organisationseinheiten des Unternehmens das Mittel der Kurzarbeit bei sich nicht wirklich deutlich werdender Verbesserung am Markt gegebenenfalls ab Mitte des Jahres genutzt werden muss, so ist die Desma sehr robust und gut positioniert“, sagt Martin Schürmann. Außerdem nutze man die augenblickliche Phase, um Prozessverbesserungen und Produktentwicklungen voranzutreiben. Beispielsweise investiere das Unternehmen augenblicklich in ein neues ERP- und PLM-System unter dem Projektnamen „Digital Core“. Die Desma hat derzeit 604 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

www.desma.biz

Verfassen Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel