28. Juni 2019

BASF: Abbau von 6 000 Stellen weltweit bis Ende 2021

Nach eigenen Angaben wird BASF im Rahmen einer organisatorischen Neuausrichtung insgesamt rd. 6 000 Stellen bis Ende 2021 abbauen. Das Unternehmen rechnet dadurch mit Einsparungen von 300 Mio. EUR als Teil des laufenden Exzellenzprogramms, das ab Ende 2021 einen Ergebnisbeitrag von jährlich 2 Mrd. EUR liefern soll.

Der Stellenabbau resultiere aus einer organisatorischen Vereinfachung sowie Effizienzsteigerungen in der Verwaltung, in Serviceeinheiten und in den Unternehmensbereichen. Hinzu komme der Rückbau von zentralen Strukturen im Rahmen der bereits angekündigten Portfolioveränderungen. Man werde weiterhin Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern in Bereichen wie Produktion und Digitalisierung haben, jedoch abhängig von zukünftigen Wachstumsraten. Mit diesen Maßnahmen wolle man für größere Kundennähe, stärkere Wettbewerbsfähigkeit und profitableres Wachstum sorgen, so das Unternehmen.

„Wir werden uns beim Aufbau der neuen Organisation darauf konzentrieren, konsequent Synergien zu heben, Schnittstellen zu reduzieren und mehr Flexibilität und Kreativität zu ermöglichen“, so BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Brudermüller.

Eckpfeiler der neuen BASF-Organisation seien kundennahe Unternehmens­bereiche, Serviceeinheiten, Regionen und ein schlankes Corporate Center. Das Corporate Center soll weniger als 1 000 Mitarbeiter umfassen und den BASF-Vorstand dabei unterstützen, das Unternehmen gesamtheitlich zu steuern. Hierzu zählen zentrale Aufgaben, u. a. aus den Bereichen Strategie, Finanzen, Recht, Personal und Kommunikation.

Daneben werden rd. 29 000 Mitarbeiter in funktional übergreifenden Service-Einheiten arbeiten. „Global Engineering Services“ bzw. „Global Digital Services“ werden Dienstleistungen zukünftig entweder für einzelne Standorte oder global für die Unternehmensbereiche der BASF-Gruppe anbieten, „Global Procurement“ wird den Einkauf effektiver ausrichten. Die neu zu gründende Einheit „Global Business Services“ bildet ein weltweites Netzwerk aus rd. 8 000 Mitarbeitern mit End-to-end-Services. Sie werden die Unternehmensbereiche mit Dienstleistungen u. a. aus den Bereichen Finanzen, Personal, Kommunikation und Supply Chain in ihrer Arbeit unterstützen. Die Einheit „Global Business Services“ wird geleitet werden von Marc Ehrhardt, derzeit Leiter des Bereichs Finance.

Die Rolle der Regionen und Länder werde geschärft, so BASF. Sie repräsentieren das Unternehmen vor Ort und unterstützen das Wachstum der Geschäftseinheiten mit lokaler Nähe zu den Kunden. Erste Änderungen sollen zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Aus Anlass der aktuellen und bis Ende 2021 geplanten weiteren Veränderungen haben Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen gemeinsam entschieden, die Verhandlungen über eine neue Standortvereinbarung für BASF SE in Ludwigshafen vorzuziehen. Die aktuelle Standortvereinbarung ist bis Ende Dezember 2020 gültig. Ziel ist es, im 1. Halbjahr 2020 eine neue Vereinbarung zu unterzeichnen.

www.basf.com

URL: https://www.gupta-verlag.de/nachrichten/wirtschaft/23028/basf-abbau-von-6-000-stellen-weltweit-bis-ende-2021