03. Juli 2019

Evonik: Neue Anlage für pyrogene Kieselsäure in Antwerpen gestartet

Evonik hat einen neuen Anlagenkomplex zur Produktion von pyrogener Kieselsäure in Antwerpen, Belgien, in Betrieb genommen. Damit könne man nun die hohe Nachfrage nach pyrogenen Kieselsäuren (Silica), die unter dem Namen Aerosil vermarktet werden, bedienen, so das Unternehmen. Typische Anwendungen sind Farben und Lacke, Klebstoffsysteme, transparente Silicone sowie nicht brennbare Isolationsmaterialien. Evonik hat nach eigenen Angaben einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in den neuen Anlagenkomplex investiert.

Standort von Evonik in Antwerpen, Belgien (Quelle: Evonik)

Standort von Evonik in Antwerpen, Belgien (Quelle: Evonik)

„Wir verfolgen für unser Silicageschäft eine klare Wachstumsstrategie. Mit den zusätzlichen Kapazitäten sichern wir die dauerhafte Versorgung unserer Kunden", sagte Harald Schwager, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes von Evonik. Silica gehört zu den Smart Materials und damit zu einem der vier strategischen Wachstumskerne von Evonik mit überdurchschnittlichem Marktwachstum. Es wird erwartet, dass der globale Markt für pyrogene Kieselsäuren mit mehr als 4 % pro Jahr wächst und damit stärker als die Weltwirtschaft. Neben dem wachsenden Markt für pyrogene hydrophile Kieselsäure steigt auch die Nachfrage nach speziellen hydrophoben Kieselsäuren. Entsprechend wurde die bestehende Anlage in Antwerpen so erweitert, dass pyrogene hydrophile Kieselsäure durch eine spezielle Nachbehandlung hydrophobe Eigenschaften annimmt. Evonik produziert somit jetzt an einem zweiten Standort in Europa, neben Rheinfelden, hydrophobes Aerosil und bedient auch damit eine weitere hohe Nachfrage.

Andreas Fischer, Mitglied der Geschäftsführung der Evonik Resource Efficiency GmbH, sagte: „Wir freuen uns, dass wir nun den Kundenwünschen nach mehr Mengen, und im Besonderen nach hydrophobem Aerosil, nachkommen können. Besonders wichtig war uns bei diesem Projekt auch die eigene Rohstoffversorgung vor Ort und die zentrale Lage in Europa. Die Nähe zum internationalen Exporthafen in Antwerpen ist für die weltweite Versorgung unserer Kunden ein bedeutsamer Faktor.“

Mit der zeitgleichen Modernisierung der Silan-Produktionsanlagen als Teil der Investitionen wird die Rohstoffversorgung für die Aerosil-Produktion sowie für Reifensilane sichergestellt, so das Unternehmen.

Neben der pyrogenen Kieselsäure Aerosil, den gefällten Kieselsäuren Ultrasil, Sipernat, Zeodent und Spherilex stellt Evonik auch Mattierungsmittel auf Kieselsäurebasis unter dem Markennamen Acematt her und andere pyrogene Metalloxide unter dem Markennamen Aeroxide. Insgesamt verfügt das Unternehmen für alle Kieselsäuren über eine weltweite Kapazität von rd. 1 000 000 jato.

www.evonik.com

URL: https://www.gupta-verlag.de/nachrichten/wirtschaft/23031/evonik-neue-anlage-fuer-pyrogene-kieselsaeure-in-antwerpen-gestartet