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25. August 2019

Kani: Amtsgericht München hebt Eigenverwaltungsverfahren auf

Wie die Kani GmbH mitgeteilt hat, wurde am 5. Juli 2019 das Eigenverwaltungsverfahren durch das in München ansässige Insolvenzgericht endgültig aufgehoben. Mit der rechtskräftigen Bestätigung des Insolvenzplans gilt der Hersteller von technischen Formartikeln aus Elastomeren nun offiziell als „durchsaniert“. Das 1984 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Sauer­lach bei München war in den letzten Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und hatte sich 2016 zum Gang in die Eigenverwaltung entschieden.

Die Möglichkeit der Eigenverwaltung habe dafür gesorgt, dass die Geschäftsführung in vollem Umfang handlungsfähig blieb und selbst als Insolvenzverwalter agieren konnte. Auf diese Weise sei das Verfahren für alle Beteiligten zu jeder Zeit berechenbar gewesen und konnte für eine Bestandsaufnahme und Neuausrichtung des Unternehmens genutzt werden. Als eine der Hauptursachen für die wirtschaftliche Krise wurde dabei die zu starke Abhängigkeit von der Automotive-Branche identifiziert.

Im Zuge des Verfahrens wurde beschlossen, künftig die Flugzeugindustrie in den Fokus zu nehmen. So konnte sich das mittelständische Unternehmen die spezielle Zulassung, die Zulieferer in der Flugzeugindustrie aufgrund der aufwändigeren und qualitativ hochwertigen Produktion benötigen, sichern. Darüber hinaus ist Philipp Bauer, der Sohn des Geschäftsführers Wolfgang-Volker Bauer, in die Geschäftsleitung eingetreten und hat die Kani-Führung übernommen. Das 1997 von der Familie Bauer übernommene Unternehmen beschäftigt derzeit 18 Mitarbeiter.

www.kani.de

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