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V. l. n. r.: Sebastian Schmidhuber (KraussMaffei), Dr. Erwin Bürkle, ThiM-Koordinator Mathias Lindemann, Dr. Michael Krahl (ILK-TU Dresden) (Quelle: Scheunert/Lichtwerkedesign)

12. September 2019

ThiM: Neues Netzwerk für Schaumsysteme

Im Juli 2019 wurde das Netzwerk ThiM (Technologieplattform hybride innovative Material-Schaumsysteme) von fünf Industriepartnern aus den Bereichen Werkzeugbau, Anlagenbau und Materialherstellung sowie zwei Forschungseinrichtungen gegründet. Dazu gehören: KraussMaffei Technology GmbH, Kurtz GmbH, Kaneka Belgium NV, T. Michel Formen GmbH & Co. KG, Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH, Neue Materialien Bayreuth GmbH sowie das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden.

Ziel des Netzwerkes sei es, neue Kunststoffverarbeitungstechnologien und Schaumsysteme zu entwickeln und miteinander zu kombinieren, innovative Werkzeuge und Anlagen zu bauen, Prozesse wirtschaftlicher zu machen sowie neue Anwendungen zu generieren. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen Partikelschäume aus thermoplastischen Kunststoffen wie EPS, EPP, EPE oder E‑TPU mit typischen Dichten von 15 – 250 kg/m3. Man habe derzeit die Entwicklung von Bauteilen für Kunden der Automobil- und Transportbranche sowie der Medizin- und Verpackungstechnik im Blick. Das Netzwerk versteht sich als offene Plattform. Es greift einerseits Ideen und technische Herausforderungen aus dem Markt auf. Darüber hinaus können aber auch Vorschläge an ThiM herangetragen werden, so heißt es.

www.thim-network-factory.com

„Wir wollen zwischen Partikelschäumen, der Reaktionstechnik und dem Spritzgießen sowie weiteren Kunststoffverarbeitungsverfahren eine Brücke schlagen“, so Mathias Lindemann, der als ThiM-Geschäftsführer die Aktivitäten des Netzwerks koordiniert. „Indem wir verschiedene Schaumsysteme mit bislang einzelnen Prozessen kombinieren, entwickeln wir maßgeschneiderte Bauteile und Baugruppen, deren Oberfläche je nach Anforderung kratzfest, UV- und chemisch beständig, sowie deren Struktur mechanisch belastbar und im Crashfall energieabsorbierend ist. Wir wollen zeigen, dass im Leichtbau mit Schaumsystemen durch Funktionsintegration, etwa mit Sensoren oder Aktoren, noch enormes, bislang ungenutztes Potenzial steckt.“

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