Wechseln zu

06. Mai 2020

Veritas: Investorenprozess ergebnislos

Die von der Veritas AG angestrebte Aufnahme eines weiteren Investors konnte im vorgesehenen Zeitrahmen nicht positiv abgeschlossen werden. Die Veritas AG hat daher nach Information der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie am 30. April 2020 für die Poppe-Veritas Gruppe Insolvenz beim Amtsgericht Hanau angemeldet.

Von der Insolvenz sind ca. 3 000 Beschäftigte in Deutschland und 4 400 Beschäftigte weltweit betroffen. Schon in den Jahren 2018 und 2019 setzte eine negative Entwicklung der Unternehmensergebnisse ein. Durch die Corona- Krise hat sich die Situation des Unternehmens noch weiter verschlechtert.

Der laufende Geschäftsbetrieb wird im Interesse der Beschäftigten sowie der Geschäftspartner des Unternehmens aufrechterhalten. Nach dem bislang ergebnislos geführten Investorenprozess gibt das Insolvenzverfahren der Unternehmensgruppe die Möglichkeit, den begonnenen Weg einer nachhaltigen Sanierung und Neuausrichtung weiterzugehen und als weitere Sanierungsoption einen neuen Investorenprozess zu starten.

Die weltweit agierende Veritas AG ist Entwicklungspartner der Automobilindustrie mit Werkstoffkompetenz für Elastomere, Kunststoff und Metall sowie Systemkompetenz für das Fluid-, Thermo- und Dichtungsmanagement von Fahrzeugen. Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück bis zur 1849 von William Elliott in Berlin gegründeten „Berliner Gummiwaarenfabrik”. Nach mehreren Fusionen im späten 19. Jahrhundert firmierte das Unternehmen von 1929 bis 1999 als Veritas Gummiwerke Aktiengesellschaft. Die Veritas AG ist das älteste kautschukverarbeitende Unternehmen Deutschlands. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an zwölf Standorten in Europa, China und im USMCA-Raum.

www.veritas.ag
www.hessen-thueringen.igbce.de 

Verfassen Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel