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06. Mai 2005

Basell an Finanzinvestorengruppe verkauft

BASF und Shell Chemicals haben bekannt gegeben, dass sie ihr 50:50 Joint Venture Basell an ein Konsortium unter Führung der beiden in New York ansässigen Firmen Access Industries und The Chatterjee Group verkaufen. Der Verkaufspreis beträgt nach Angaben der Unternehmen 4,4 Mrd. EUR. inklusive Verbindlichkeiten. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Mit dem endgültigen Abschluss wird in der 2. Jahreshälfte 2005 gerechnet. Wie die Nachrichtenagentur Reuters vermeldete, musste die iranische National Petrochemical Company (NPC), die zuletzt im Bieterprozess vorne gelegen habe, am vergangenen Mittwoch einräumen, Basell wegen politischen Drucks seitens der USA nicht erwerben zu können. BASF und Shell hatten die Veräußerungspläne im Juli 2004 angekündigt. Gegründet wurde Basell im Jahr 2000, um die Polyolefin-Geschäfte beider Partner zu konsolidieren. In ihrem Segment Kunststoffe konzentriert sich die BASF nun auf die strategische Weiterentwicklung ihrer Styrol-Kunststoffe, Performance Polymers und Polyurethane sowie der dazugehörigen Wertschöpfungsketten. Firmensitz von Basell ist im niederländischen Hoofddorp. Basell ist der größte Hersteller von Polypropylen sowie einer der führenden Lieferanten von Polyethylen und Katalysatoren. Access Industries wurde 1986 von dem heutigen Chairman und Präsidenten Len Blavatnik gegründet. Es handelt sich um eine private weltweit investierende Industrie-Holding mit Sitz in New York. Access hat langfristige strategische Interessen in den Arbeitsgebieten Öl, Aluminium, Kohle und Telekommunikation. The Chatterjee Group st eine private Investment-Gesellschaft mit Sitz in New York und einer bedeutenden Geschäftstätigkeit u. a in Indien. Der Chairman Dr. Purnendu Chatterjee, besitzt einen Mehrheitsanteil an Haldia Petrochemicals Ltd., einem petrochemischen Unternehmen, das bereits Basell-Technologie anwendet

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