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04. September 2020

Evonik: Investition in drei Produktbereiche des C4-Verbundes

Der Geschäftsbereich Performance Intermediates von Evonik investiert rd. 15 Mio. EUR in seinen C4-Produktionsverbund in Marl. Durch Debottlenecking-Maßnahmen soll die dortige Produktionskapazität für Isobutenderivate bis Dezember 2021 um mehr als 50 % erhöht und die Logistik weiter ausgebaut werden.

Im Isobutenteil des Produktionsverbunds werden die Produkte Tert. Butanol (TBA), Di-Isobuten (DiB) und 3,5,5-Trimethylhexanal (TMH) hergestellt. Im Rahmen der Erweiterung soll die Reinheit für das Produkt TMH zudem von > 88 % auf > 96 % gesteigert werden. Das bedeutet, dass die Kunden TMH künftig ohne zusätzliche Aufreinigung direkt im eigenen Produktionsprozess einsetzen können, so Evonik.

Hintergrund der Investition sei die konsequente Weiterentwicklung der sogenannten petrochemischen Spezialitäten, so das Unternehmen. Diese ergänzen Produkte wie MTBE, 1,3-Butadien oder DINP und tragen dazu bei, dem Anspruch der 100%igen stofflichen Nutzung aller Rohstoffströme gerecht zu werden.

Hintergrundinformationen zu den Produkten:

  • TBA ist von Evonik in zwei Qualitäten („rein“ und „azeotrop“) erhältlich, und wird u. a. für die Herstellung von organischen Peroxiden für die Kunststoffindustrie sowie als Speziallösemittel und für die Herstellung von Tablettencoatings in der Pharmaindustrie eingesetzt.
  • DiB ist ein hoch verzweigtes C8-Molekül. Es kann aufgrund seiner hohen Reinheit als Zwischenprodukt für die Herstellung von UV-Stabilisatoren, Hochleistungsschmierstoffen und speziellen Polymerharzen verwendet werden.
  • TMH ist als Aldehyd mit hoher Isomerenreinheit ein Zwischenprodukt für die Herstellung von Hochleistungsschmierstoffen (insbesondere Kühlschmiermitteln) und Schmierstoff-Additiven sowie Bestandteil und Zwischenprodukt für Spezialprodukte in Kosmetik- und Duftstoffindustrie.

www.evonik.de

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