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12. Januar 2021

SKZ / FHWS: Kooperation beim geplanten Technologietransferzentrum (TTZ) Smart Polymer Pipe Solutions

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) und das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg haben eine Absichtserklärung für eine Zusammenarbeit in der Region Haßberge unterzeichnet. Das Ziel ist eine enge Kooperation beim geplanten Technologietransferzentrum (TTZ) Smart Polymer Pipe Solutions in den Haßbergen zugunsten einer optimalen Wirkung für die regionale Wirtschaft in Nordbayern. Dabei sollen sich akademische Kompetenz mit angewandter Forschung und Ingenieursausbildung der FHWS mit Umsetzungskraft des SKZ mit anwendungsnaher Entwicklung und Fachkräfteweiterbildung vereinen.

Im Februar 2020 wurde der Aufbau des TTZ Smart Polymer Pipe Solutions durch das Wissenschaftsministerium in der Bayerischen Staatskanzlei durch Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Beisein von Wissenschaftsminister Bernd Sibler, dem Landrat des Landkreises Haßberge Wilhelm Schneider und MdL Steffen Vogel zugesagt. Das TTZ soll in den nächsten Jahren mit rund 6 Mio. EUR Anschubfinanzierung vom Freistaat Bayern durch die FHWS aufgebaut werden. Die Haßberge sind mit der Region Nordbayern weltweit führend in der Herstellung von Kunststoff- und Wellrohren. Über 4500 Beschäftigte arbeiten derzeit am „Hot-Spot“ der Wellrohrherstellung. Um den Standort weiter zu stärken, soll nun das TTZ bei innovativen und strategischen Forschungs- und Entwicklungsthemen künftig als Forschungszentrum vor Ort zur Verfügung stehen. Mit Inbetriebnahme des TTZ im Herbst 2021 auf dem Gelände der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt haben die Unternehmen dann vor Ort Zugang zu wissenschaftlichen Ressourcen sowie angehenden Kunststoffingenieuren. Die FHWS bietet seit 1972 den deutschlandweit anerkannten Studiengang Kunststoff- und Elastomertechnik an. Durch die Kooperation mit dem SKZ soll außerdem die Exzellenz des weltweit führenden Institutes der Zuse-Gemeinschaft beim Transfer von theoretischen Ergebnissen in die Praxis genutzt werden. So soll die Aus- und Weiterbildung von gewerblichen Fachkräften und Meistern vor Ort ergänzt werden, die neben der akademischen Ebene dringend benötigt werden. Hier kann das SKZ seine in rund 60 Jahren aufgebauten Stärken in der beruflichen Aus- und Weiterbildung einbringen.

Die Kooperation soll dabei den vor Ort ansässigen Firmen zugutekommen und damit den technologischen Entwicklungsvorsprung in Bayern ausbauen. Ab 2021 soll das TTZ aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Dazu hat die FHWS bereits eine Förderung durch das bayerische Wissenschaftsministerium zugesagt bekommen. Da das SKZ immer das Ziel hat, die Wirtschaft zu stärken und daher an das bayerische Wirtschaftsministerium angeschlossen ist, liegt für das SKZ noch keine Unterstützungszusage vor. Hier besteht noch dringender Handlungsbedarf. „Im Sinne einer bestmöglichen Verankerung in der Region mit maximaler Hebelwirkung müsste eine paritätische Finanzierung für dieses Vorhaben gefunden werden. Das trifft auch genau den Nerv der neuen ‚Hightech Agenda plus‘ der bayerischen Staatsregierung als eigenes bayerisches Konjunkturpaket für die beschleunigte Umsetzung neuester Technologien und ihre Umsetzung in die konkrete Praxis‘“, kommentiert Prof. Martin Bastian als SKZ-Institutsleiter und Präsident der Zuse-Gemeinschaft. Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.

www.skz.de

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