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08. März 2021

VDMA: Circular Economy und Carbon Footprint sind Treiber für Leichtbautechnologien

Auf der Jahrestagung der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien, die am 12. Februar 2021 stattfand, wurde deutlich: Die Branche setzt sich intensiv mit ganzheitlichen Konzepten des Leichtbaus auseinander und bietet weltweit maßgeschneiderte Lösungen zur CO2-Reduktion. Besonders im Automobilsektor wächst der Druck aus den Lieferketten, dem Leitbild der klimaneutralen Fertigung gerecht zu werden und dies auch durch Daten belegen zu können. Auch lassen sich bei der Besteuerung nach CO2-Intensität geldwerte Vorteile durch CO2-Einsparung erwirtschaften.

Laut der VDMA-Arbeitsgemeinschaft gewinne neben nachhaltiger Produktion die Rezyklierbarkeit von Kunststoffprodukten vor dem Hintergrund der Ressourcenschonung und dem Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft immer größere Bedeutung. Noch stelle es eine material- und verfahrenstechnische Herausforderung dar, die Nutzungsvorteile neuer leichter Materialverbünde mit gutem ökologischen Produktdesign im Sinne der Recyclingfähigkeit zu verbinden. Industrie und Forschung arbeiten gemeinsam an neuen Methoden für das werkstoffliche Recycling hybrider Leichtbauteile, die neben der Verbesserung der Ökobilanz auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Bei der Neuentwicklung von Leichtbauteilen müsse das Design for Recycling den gleichen Stellenwert haben wie Funktionalität und Produktionseffizienz.

Die Betrachtung des Carbon Footprint bekommt für Maschinenbauer immer größere Bedeutung. Der Vorsitzende der VDMA-Arbeitsgemeinschaft, Marc Kirchhoff, Trumpf, sagte: „Neben dem eigenen Produktionsstandort ist es der Grad der Energie- und Ressourceneffizienz der Maschinen und Anlagen, die wir unseren Kunden liefern. Aber auch mit der positiven CO2-Bilanz der auf diesen Maschinen gefertigten Leichtbauprodukte können wir punkten. Die Fokussierung auf Circular Economy und CO2-Footprint eröffnet neue Anwendungsfelder für den hybriden Leichtbau und treibt die Entwicklung – nicht zuletzt die Digitalisierung von Produktionsprozessen – voran.“

Das Erreichen der Ziele zum Klimaschutz und zum nachhaltigeren Umgang mit Rohstoffen leitet weltweit Politik und Gesetzgebung, wenn es darum geht, neue Regelungen für nachhaltiges Wirtschaften zu implementieren. Die Europäische Union strebt im Rahmen des Green Deal bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität an. Um dieses Ziel zu erreichen, plant die EU für dieses Jahr konkrete Maßnahmen. Dazu gehören z. B. die geplante CO2-Bepreisung oder Quoten zur Rezyklatverwendung, um die Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen zu befördern. Aber nicht nur in Europa spielen Nachhaltigkeitsziele eine Rolle. CO2-Regelungen pro Klimaschutz und der Ausbau erneuerbarer Energien finden sich auch auf der Agenda des bevorstehenden Fünfjahresplans der Kommunistischen Partei in China – einem der wichtigsten Absatzmärkte mit Wachstumspotenzial für Leichtbautechnologien.

https://lightweight.vdma.org

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