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30. April 2021

Tag der Kautschukindustrie 2021 mit Schwerpunkt Zeitenwende

Am 27. April 2021 hat der diesjährige Tag der Kautschukindustrie des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk) als neuartig konzipiertes Online-Event in digitalen Veranstaltungsräumen stattgefunden. Der Schwerpunkt lag auf der sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie andeutenden Zeitwende, die von Experten unter verschiedenen Aspekten beleuchtet wurde.

Der Präsident des wdk, Anish K. Taneja, sieht die Branche gerüstet, die Zeitenwende zu bewältigen und aktiv zu begleiten. Hierfür sei die Wirtschaft aber auf die Unterstützung durch die Politik angewiesen. „Der Umbau des Mobilitätssektors und die Umstellung auf eine klimafreundliche Produktion können nur gelingen, wenn Deutschland Industriestandort bleibt. Das setzt unter anderem faire Energiekosten, faire Verantwortlichkeiten in Lieferketten und eine realistische Unternehmenshaftung voraus.“

Hochrangige Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, spannende Einsichten und bemerkenswerte Aussichten, dazu interessante Gespräche und Networking – und das alles rein virtuell: der Tag der Kautschukindustrie 2021 (Quelle: wdk)Hochrangige Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, spannende Einsichten und bemerkenswerte Aussichten, dazu interessante Gespräche und Networking – und das alles rein virtuell: der Tag der Kautschukindustrie 2021 (Quelle: wdk)

Der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Anton Hofreiter, betonte, die Umsetzung ambitionierter Klimaziele bei gleichzeitigem Wohlstandserhalt sei nur mit einer starken und innovativen Industrie zu schaffen. Eine Verlagerung der Produktion und des CO2-Ausstoßes ins Ausland sei keine Option.

Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, beschäftigte sich mit der „Zeitenwende in der deutschen Automobilindustrie“. Dabei verwies sie darauf, dass die Corona-Krise gezeigt habe, dass Deutschland eine starke Automobilindustrie brauche, denn das Auto sei ein zentraler Bestandteil im Leben vieler Menschen. „Es steht für Sicherheit, Freiheit und Lebensqualität“, so die VDA-Präsidentin.

Als einen „Sustainable Turning Point“ präsentierte Stefano Savi, Geschäftsführer der Global Platform for Sustainable Natural Rubber (GPSNR), das Engagement seiner Organisation für nachhaltigen Naturkautschuk. In den knapp zwei Jahren ihres Bestehens sei es GPSNR gelungen, die gesamte Wertschöpfungskette Naturkautschuk einschließlich der Kleinbauern einzubinden und einen gemeinsamen Aktionsrahmen zu formulieren. Die nächsten Schritte seien eine Verbesserung der Bedingungen für eine nachhaltige Produktion in ausgewählten Anbauländern und eine bessere Rückverfolgbarkeit und Transparenz.

Unter dem Blickwinkel des Historikers betrachtete Prof. Dr. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, Corona als „Zeitenwende“. Und „Die Zukunft nach Corona“ war das Betrachtungsfeld des Trend- und Zukunftsforschers Matthias Horx.

www.wdk.de

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