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04. Mai 2021

TITK: Ausbau der technischen Infrastruktur

Das Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK) hat aus dem Corona-Sonderförderprogramm „FuE-Schub“ des Freistaates Thüringen Fördermittel in Höhe von insgesamt 550.000 EUR erhalten. Das Programm wurde speziell für wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen aufgelegt und ermöglicht Investitionen in die Geräteinfrastruktur und die Digitalisierung.

Die Fördermittel investiert das TITK einerseits in die Anschaffung eines 3D-Druckzentrums für Selektives Laser-Sintern (SLS) und in eine Extrusionsanlage für Katheter aus Silicon (446.000 EUR). Mit diesen Anlagen können funktionalisierte Polymerwerkstoffe zu Bauteilen und Halbzeugen verarbeitet werden. Andererseits nutzt das TITK die Mittel, um die Digitalisierung von Organisations- und Verwaltungsprozessen sowie von Forschungsergebnissen weiter auszubauen (103.000 EUR). Dazu soll beispielsweise ein Dokumenten-Management-System eingeführt und ein SQL-Datenbankserver angeschafft werden.

Der Thüringer Wissenschaftsstaatssekretär Carsten Feller (links) überbrachte TITK-Direktor Benjamin Redlingshöfer zwei Förderbescheide. Hinten Isabell M. Wohlmann, Referentin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. (Quelle: TITK/Steffen Beikirch)Der Thüringer Wissenschaftsstaatssekretär Carsten Feller (links) überbrachte TITK-Direktor Benjamin Redlingshöfer zwei Förderbescheide. Hinten Isabell M. Wohlmann, Referentin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. (Quelle: TITK/Steffen Beikirch)

„Dank dieser wichtigen Unterstützung des Landes bleiben wir mit unserer technischen Infrastruktur weiterhin eng am Bedarf der industrienahen Forschung“, freute sich TITK-Direktor Benjamin Redlingshöfer. Sowohl beim neuen Laserdruckzentrum als auch bei der neuen Katheter-Extrusionsanlage könne das Institut seine Kompetenzen in der Entwicklung und Funktionalisierung von Werkstoffen weiter vorantreiben. „Und nicht zuletzt freuen wir uns erstmals über eine Förderung für ein dringend notwendiges Digitalisierungsprojekt“, betonte Redlingshöfer.

„Die Frage, wie wir schnell von der Forschung zur Anwendung, von der Idee zum marktfähigen Produkt kommen, ist zentral für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“, sagte Feller bei einem Besuch am TITK im April 2021. „Die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen sind ein wichtiger Teil der Antwort darauf.“ Mit dem „FuE-Schub“ wolle das Land die Einrichtungen deshalb dabei unterstützen, in die Modernisierung von Geräten und Ausstattungen zu investieren, so der Staatssekretär: „Eine technische Infrastruktur auf neuestem Stand trägt dazu bei, dass sie ihrer wichtigen Scharnierfunktion zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auch wirklich gerecht werden können.“

Die Förderung ist Teil des Corona-Sonderförderprogramms „FuE-Schub“, im Rahmen dessen das Wissenschaftsministerium die wirtschaftsnahen Thüringer Forschungseinrichtungen mit zusätzlich fünf Millionen Euro bei der Anschaffung von Geräten, Ausstattungen und digitalen Infrastrukturen unterstützt. Die Projekte müssen einem der fünf Schwerpunkte der Thüringer Innovationsstrategie zuzuordnen sein. Die Mittel für das Programm „FuE-Schub“ stammen aus dem Corona-Sonderfonds, den das Land im vergangenen Jahr aufgelegt hatte.

www.titk.de

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