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01. Juli 2005

Kunststofferzeugung in Deutschland hat 2004 mit Produktionsrekord und Umsatzplus abgeschlossen

Wie der Verband der Kunststofferzeuger Plastics Europe mitteilte, sind nie zuvor in Deutschland so viele Kunststoffe hergestellt worden wie im Jahr 2004. Demnach stieg die Produktion um 4,2 % auf 17,5 Mio. t. Auch bei den Umsätzen konnte der Verband nach drei aufeinander folgenden Jahren mit Umsatzrückgängen endlich wieder gute Nachrichten vermelden: Der Gesamtumsatz mit Kunststoffen „made in Germany“ lag 2004 bei 19,9 Mrd. EUR. Das bedeutet ein Plus von 10,1 %. Die Wirtschaftszahlen für das Jahr 2004 belegen, dass Deutschland in Europa bei Weitem bedeutendster Standort für die Kunststofferzeugung ist: Rund jede dritte Tonne westeuropäischen Kunststoffs kommt aus deutscher Produktion. Auch der Außenhandel hat sich 2004 gut entwickelt. Der Außenhandelssaldo verzeichnete der Menge nach mit 4,8 Mio. t ein Plus von 15 %, dem Wert nach mit 6,78 Mrd. EUR sogar ein Plus von 16,1 % – auch dies ist ein Beleg dafür, in welch hohem Maße Deutschland vom Export lebt. Der neu gewählte Vorsitzende von PlasticsEurope Deutschland e. V., Dr. Günter Hilken (Bayer MaterialScience), erklärte, die Kunststofferzeuger in Deutschland hätten sich 2004 trotz eines noch immer schwierigen Umfeldes gut behaupten können. „Die Produktion wuchs ordentlich, und auch die Umsatzkurve zeigte nach oben. Die Margen der Kunststofferzeuger bleiben aber dennoch weiter unter Druck“. Hintergrund sind die stark gestiegenen Preise der wichtigsten Kunststoff-Vorprodukte. So wurde das Rohöl um etwa 33 % teurer, Ethylen um rund 27 %, Propylen um rund 21 % und Naphta um rund 13 %. Insgesamt entwickelten sich die Margen dank etwas stärker steigender Kunststoffpreise zwar positiv, doch liegt zum Beispiel die Marge von Polypropylen noch immer unter der des Jahres 1995. Für 2005 erwarten die Kunststofferzeuger in Deutschland nun Zuwächse etwas über der Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts.

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