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Bohle entwickelt gemeinsam mit Pyrum Innovations und der TH Köln ein rohstoffliches Recyclingsystem für Fahrradaltreifen. (Quelle: Schwalbe)

10. Dezember 2021

Ralf Bohle: Kooperation mit Pyrum und TH Köln

Die Fa. Ralf Bohle GmbH, Hersteller der Fahrradreifenmarke Schwalbe, hat ein Pilotprojekt gestartet, um ein rohstoffliches Recyclingsystem für Fahrradaltreifen zu entwickeln. Dafür kooperiert das Unternehmen mit der Pyrum Innovations AG und der Technischen Hochschule Köln.

Die Projektpartner forschen im Rahmen eines durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand)-Projekts an einem nachhaltigen Recyclingsystem für alte Fahrradreifen. Sie verfolgen darin das Ziel, die Reifen nicht länger zu verbrennen, sondern ihre Rohstoffe zu erhalten und ein System im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Schwalbe plant, die Sekundärrohstoffe, die beim Recyclingprozess alter Fahrradreifen entstehen, bei der Herstellung neuer Produkte einzusetzen. Gleichzeitig arbeitet das Familienunternehmen daran, die umfassende Infrastruktur für den Recyclingkreislauf aufzubauen.

Schwalbe fungiert nach eigenen Angaben seit vielen Jahren als Vorreiter bei den Themen Nachhaltigkeit und Recycling. So seien bereits alle Fahrradschläuche des Unternehmens zu 100 % wiederverwertbar. Im Jahr 2015 wurde dafür ein Rücknahmesystem ins Leben gerufen, bei dem alte Fahrradschläuche bei Fahrradhändlern eingesammelt und anschließend wiederverwertet werden. Das recycelte Material wird bei der Produktion neuer Schläuche ohne Qualitätsverlust eingesetzt. Für den geschlossenen Produktkreislauf und die stimmige Prozessgestaltung des Recyclings wurde Schwalbe mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis Design 2021 in der Kategorie „Vorreiter“ ausgezeichnet. Daran knüpft nun das Pilotprojekt an, um ein nachhaltiges Recyclingsystem auch für Fahrradaltreifen zu entwickeln.

www.schwalbe.com

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